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Albanien

Aufbau eines Kinderschutzsystems zur Bekämpfung von Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung und Kinderhandel

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Seit 1993 ist Terre des hommes (Tdh) in Albanien tätig und hat Projekte zu den Themen Kinderhandel und Kinderschutz durchgeführt. Im Jahre 2010 profitierten beinahe 10’000 Begünstigte von den eingeführten Massnahmen.


Der Kontext

Nach dem Fall des Kommunismus in den 90er Jahren, breitete sich in Albanien ein Handel mit Menschen aus. Die meisten Opfer davon waren Frauen und Mädchen zwischen 15 und 25 Jahren, die als Prostituierte verkauft wurden. Andere Opfer wurden in die Zwangsarbeit verkauft und Kinder wurden zum Betteln gezwungen. Das erste Ziel des Menschenhandels war Griechenland danach folgte Italien. Trotz mangelnder Forschungsdaten kann man davon ausgehen, dass dieses Phänomen in den letzten Jahren abgenommen hat. Der interne Menschenhandel und die Ausbeutung aufgrund der grossen Armut hat jedoch zugenommen. Über 50% der Opfer sind unter 18. Besonders Kinder der Roma und anderer gefährdeter Volksgruppen laufen Gefahr, zu Arbeit und Bettelei gezwungen zu werden.

Unsere Lösungsansätze

Aufbau von Kinderschutz-Einheiten

Tdh unterstützt den Auf- und Ausbau von Kinderschutz-Einheiten (CPU) in mehreren Städten. Diese sollen Kinder identifizieren, die von Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und/oder Kinderhandel bedroht sind. Der Kinderschutz wird durch Case Management Modelle organisiert, wobei Aktionen und Schutzmassnahmen der unterschiedlichen beteiligten Akteure koordiniert werden sollen. Tdh unterstützt 8 von derzeit 18 Kinderschutz-Einheiten direkt, wobei weitere von Tdh’s engen Partnern unterstützt werden.

Besserer Kinderschutz im Schulsystem

Tdh hilft den Schulen, durch Ausbau ihrer Kapazitäten eine aktive Rolle im Kinderschutzsystem einzunehmen. Damit soll gefährdeten Kindern geholfen, sie an die richtigen Ansprechpartner vermittelt und ihre Wiedereingliederung in die Schule zu erleichtert werden.

Gefährdete Gruppen unterstützen

In Partnerschaft mit Roma Organisationen unterstützt Tdh den Aufbau von Gemeindeberatungsgruppen. Diese stehen Familien mit Rat und Tat zur Seite, helfen gefährdete Kinder zu identifizieren und leiten deren Fälle an die zuständigen öffentlichen sowie nichtöffentlichen Sozialdienste vor Ort weiter.

Direkte Hilfe zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Widerstandsfähigkeit von gefährdeten Kindern

Vor Ort unterstützt Tdh die Organisation von psychosozialen Aktivitäten für gefährdete Kinder und hilft lokalen Betreuern (NGOs, Schulen, Heimen und Sozialarbeiter) den Kindern ein hochwertiges Angebot, unter anderem durch Sport- und Freizeitprogramme, anzubieten.

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Einsatzorte : Tirana, Korça, Elbasan, Pogradec, Durrës, Fier, Gjirokaster , Saranda

Projekt : Aufbau eines Kinderschutzsystems zur Bekämpfung von Mißbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung und Kinderhandel

In Zusammenarbeit mit : Gemeindeverwaltungen, Regionale Schulbehörden, BKTF, ARSIS, Amarodrom, Romani Baxt, FBSh, CILPS, CAAP, Roma-Organisationen und viele andere. për Fëmjët), Arsis (Athen, Thessaloniki)

Delegierte/r : Sendrine Constant

Expatriiertes Personal : 1

Nationales Personal : 34

Budget : 672'798 CHF

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Informationen

Die Situation der Kinder

• 22.6% der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre
• 14 von 1000 Kinder sterben, bevor sie 5 Jahre alt geworden sind (CH: 5‰)
• 12% der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten

Ergebnisse 2011

Das Kinderschutz-Netzwerk hatte 2011 einen positiven Einfluss auf das Leben von 4528 gefährdeten Kindern, die Schutz vor verschiedenen Arten von Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung und Handel benötigten. Ausserdem profitierten rund 2300 Kinder von Bewegung, Spiel und Sport – im Rahmen des MOVE-Projekts entwickelten Aktivitäten. Zu verdanken sind diese Ergebnisse der Weiterentwicklung der Kapazitäten von 812 Sozialarbeitern, Schulpsychologen, Mitgliedern von ländlichen Gemeinschaften und Personal von Kinderheimen. Weitere Anstrengungen betrafen die Unterstützung der Partizipation durch einen umfassenden Informationsaustausch und die Verbreitung einer relevanten Kommunikationsstrategie auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Erlebnis

„Es muss etwas getan werden“, erklärt Vasilika Laçi, Kinderschutz-Beauftragte in Albanien. Im interview erzählt sie, warum sie sich für Terre des hommes engagiert.

- Vasilika, Kinderschutz-Beauftragte für Tdh in Albanien

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