Ecuador
Terre des hommes (Tdh) arbeitet seit dreissig Jahren mit der lokalen Partnerorganisation «Niñez y Vida» zusammen. Dadurch erhalten Kinder randständiger Bevölkerungsgruppen in der Stadt Santo-Domingo Hilfe.
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Santo Domingo
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Die Situation der Kinder
- 70% der 4,8 Millionen Kinder leben in Ecuador in Armut
- 15% der Kinder unter fünf Jahren sind von Mangelernährung betroffen
Delegierter: Roman Poznanski
Internationales Personal: 0
Lokales Personal: 40
Budget: 548’000 CHF
Partnerorganisationen: mit der Stiftung Niñez Y Vida, Partnerorganisation von Tdh vor Ort seit 30 Jahren
Förderung der Gesundheit von Mutter und Kind
In Santo-Domingo führen Landflucht (jährlicher Anstieg um 7%), die prekären Lebensbedingungen in den Elendsvierteln sowie die dort herrschende Gewalt, zur schwierigen Gestaltung des öffentlichen Zusammenlebens, insbesondere mit den Flüchtlingen aus dem Süden Kolumbiens. Tdh setzt sich vor allem für die Ausbildung von Gesundheitsberatern ein (Betreuung von Schwangeren und Kindern unter fünf Jahren). Weitere Schwerpunkte sind Kinderschutz durch Aufdeckung von Missbräuchen und die Förderung eines sozialverträglichen Verhaltens in den Familien.
Stärkung der Gesellschaft
Das Projekt konzentriert sich zudem auf die gemeinschaftliche Entwicklung, wobei es bestehende Organisationen einbindet. Das Ziel ist es, benachteiligte Gemeinschaften in ihrer Organisation und Entscheidungsfindung zu stärken. Sie sollen auch nachdem sich «Niñez y Vida» und Tdh zurückgezogen haben fähig sein, ihre Probleme selbst zu erkennen und Lösungen herbeizuführen sowie positive Veränderungen in den Bereichen Gesundheit und Kinderschutz weiterführen zu können.
Das Gesundheitsprojekt setzte seine Aktionen in den am stärksten benachteiligten Vierteln von Santo Domingo fort. 315 Gemeinwesenarbeiter erhielten dank ihrer Mitwirkung eine Ausbildung, 187 schwangere Frauen und 1245 Kinder unter fünf Jahren wurden betreut oder an Gesundheitseinrichtungen überwiesen. 200 Fälle von misshandelten Kindern wurden erkannt und betreut. Die Gemeinschaft beteiligte sich aktiv am Kinderschutz. Gemeinschaften stellten den Lokalbehörden über 40 Mikroprojekte für Infrastrukturverbesserungen vor. 2011 wurde der Grundstein für ein neues Jugendstrafrechtsprojekt gelegt. Eine Situationsanalyse erlaubte diese Problematik im ecuadorianischen Kontext zu vertiefen; mit den Hauptakteuren wurde ein Planungsworkshop durchgeführt, um eine Einsatzstrategie zu definieren.


