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  • Afrika

Marokko

Grosser Einsatz gegen die Ausbeutung von jungen Hausmädchen

119_morocco_img3_embed Terre des hommes (Tdh) übernimmt im Königreich Marokko die Behandlung kranker Kinder, betreut Mütter und Kinder von Immigranten aus dem subsaharischen Afrika sowie bekämpft die Ausbeutung junger Hausmädchen.

Medizinische Spezialbehandlungen

Seit Ende der 1960er Jahre konzentriert sich Tdh in Marokko auf die medizinische Grundversorgung und auf Spezialbehandlungen für Herzkranke, zu welchen ein Grossteil der Bevölkerung keinen Zugang hat. Die Kinder werden wenn möglich im Land selbst betreut, wobei schwere Fälle nach Europa überwiesen werden.

Mutter-Kind-Projekt

Ein neues psychosoziales Hilfsprojekt betreut Immigrantinnen aus dem subsaharischen Afrika während ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt. Tdh unterstützt zudem fünf lokale Vereinigungen, die sich um alleinstehende Mütter kümmern: Babys werden in Kinderkrippen betreut, grössere Kinder erhalten Schulhilfe, Mütter und Kinder werden für die Grundhygiene sensibilisiert. Eine Sozialarbeiterin verweist die Mütter an geeignete Gesundheitsdienste und begleitet sie bei der sozialen Integration.

Bekämpfung von Ausbeutung

In Marokko gibt es tausende von Mädchen, die als Hausangestellte arbeiten und dabei schlecht behandelt werden. Tdh setzt an der Wurzel des Problems an: Die Stiftung verhindert, dass Kinder zum Arbeiten vom Land in die Stadt geschickt werden, indem Mädchen in der Schule unterstützt werden oder Familien auf Hilfsangebote wie die Vergabe von Mikrokrediten verwiesen werden. Durch Lobbyarbeit bei den Behörden setzt sich Tdh dafür ein, dass die Vermittler dieser Art von Kinderhandel nicht ungestraft davonkommen.

Rechte der Migranten

Terre des Hommes Spanien, mit Unterstützung der Terre des hommes Lausanne, der Europäischen Union startet gemeinsam mit den marokkanischen Partnern GADEM und Oum El Banine eine neue Aktion. Diese soll einerseits Frauen und Kindern mit Migrationshintergrund Schutz bieten und andererseits die Rechte von Migranten in Marokko fördern. Das Projekt folgt auf eine fast dreijährige Unterstützungstätigkeit für besonders gefährdete Migranten. Ziel ist es, die Gefährdung von in Marokko eingewanderten Frauen und Kindern zu reduzieren und ihren Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Justiz zu verbessern. Das heisst Rechte einzufordern, die in verschiedenen von Marokko ratifizierten internationalen Übereinkommen enthalten sind. Weitere Informationen

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Einsatzorte : Rabat, Casablanca, Agadir, Oujda, Tanger

Projekt : Medizinische Spezialbehandlungen, Mutter-Kind-Projekt, Bekämpfung der Ausbeutung von Hausmädchen, Rechte der Migranten

In Zusammenarbeit mit : Oum El Banine, GADEM, Terre des Hommes Spanien

Delegierte/r : Vincent Tournecuillert

Expatriiertes Personal : 1

Nationales Personal : 5

Budget : 758'517 CHF

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Informationen

Die Situation der Kinder

  • Die Sterblichkeit der Kinder unter fünf Jahren nimmt zu: 30‰
  • 30% der Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren müssen in Marokko arbeiten

Ergebnisse 2011

Im Souss-Tal, im Süden Marokkos, wurden in einem neuen Projekt 165 Kinder – Hausmädchen und Hirtenjungen – erfasst, damit sie Hilfe von Tdh erhalten und wieder eingeschult werden. Im Norden des Landes ist ein neues Teams mit unseren nationalen Partnern tätig, um die Rechte auf Gesundheit und Bildung von Migranten in Rabat, Tanger und Oujda zu fördern. Aufgrund der alarmierenden Situation wurden bereits 180 Dossiers eröffnet. Tdh hat zudem mehr als 400 herzkranke Kinder betreut: 105 wurden in Europa, 27 in Marokko operiert. 359 Kinder wurden von Tdh infolge von Operationen nachbetreut, erhielten Direkthilfe und soziale Unterstützung.

Erlebnis

Die 12-jährige Khadija und die 14-jährige Latifa sind Schwestern. Sie arbeiteten in verschiedenen Familien als Hausmädchen, um zum Lebensunterhalt ihrer eigenen sechsköpfigen Familie beizutragen.

- Khadija et Latifa, Tdh-Begünstigte in Marokko

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