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Bangladesh: Schnelle Behandlung für alle

18 Jun 2012 Gesundheit und ErnährungBangladesch

_MCH-N-Center_registration.JPG Bangladesch ist wegen seiner hohen Bevölkerungsdichte, fehlender Ressourcen und häufiger Naturkatastrophen (Wirbelstürme, sintflutartige Regenfälle, Überschwemmungen und Dürre) eines der ärmsten Länder der Welt.
In Kurigram, im Norden des Landes, wo Terre des hommes seit 1974 präsent ist, werden im Gesundheitszentrum für Mutter und Kind mehr als hundert Patienten am Tag betreut.

Das Gesundheitszentrum von Terre des hommes bietet eine langfristige Gesundheitsversorgung für die ganze Familie. Die Sprechstunden finden jeweils von 9 bis 14 Uhr oder auch länger statt, weil je nach Jahreszeit bis zu 150 Patienten am Tag kommen. Heute regnet es seit mehreren Stunden in Strömen, weshalb der Ansturm geringer ist. Ausserdem sind in dieser Jahreszeit die Ernten gut und die Kinder weniger mangelernährt und krank.

Center_blood-analyse_Ripon.JPG Kurz vor Mittag meldet sich die Mutter des kleinen Ripon, sieben Jahre, am Empfang. Sie weist ihre Identitätskarte von Terre des hommes vor, mit der das Dossier der Familie unter den Tausenden von rosa Patientenakten in diesem Raum gefunden werden kann. Aus diesem Familiendossier ist ersichtlich, dass Ripon seit dem Alter von einem Monat und 19 Tagen betreut wird. Er hat auch alle erforderlichen Schutzimpfungen erhalten.

Shaida, die verantwortliche medizinische Assistentin des Zentrums, untersucht den Jungen. Sie spricht mit der Mutter und stellt dem Kind Fragen. Sie findet heraus, dass es Fieber hat und vermutet eine Malaria. Für die Diagnose schickt sie Ripon zur Blutuntersuchung ins nächste Zimmer. Sämtliche Kontrollen und Untersuchungen werden im Zentrum selbst durchgeführt, was eine schnelle Behandlung der Kinder ermöglicht. Der Laborant entnimmt eine Blutprobe und führt mit Hilfe eines Mikroskops und eines Abstrichs sofort die Analyse durch.

CH-N-Center_medicine_Ripon.jpg Bei der Medikamentenausgabe bezahlt Ripons Mutter die Kosten für die Untersuchung an die Krankenschwester. Von allen Patienten wird eine Pauschale von 25 Taka (30 Rappen) für eine Untersuchung einschliesslich Medikamente verlangt. Die armen Familien leisten so einen bescheidenen, ihren Möglichkeiten entsprechenden Beitrag. Ripons Mutter erklärt uns, dass sie nicht die Mittel habe, ins staatliche Spital zu gehen, wo dieselbe Untersuchung das Zwanzigfache (etwa 500 Taka) gekostet hätte. Das ist so viel wie ein Tagelöhner in fünf Tagen verdient. Anderthalb Stunden nach ihrer Ankunft im Zentrum kann diese Mutter beruhigt nach Hause gehen.

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Terre des hommes (Tdh) setzt sich für den Schutz der Kinder vor Ausbeutung, Missbrauch, Handel und Gewalt ein.
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