Burkina Faso: Goldfieber behindert Schulanfang
18 Okt 2011 Kinderhandel, Missbrauch und AusbeutungBurkina Faso
In der Zeit des Schulanfangs stört dieser neue Goldrausch die Aktionen von Terre des hommes zur Einschulung beziehungsweise Eingliederung von Kindern und Jugendlichen in eine Berufsausbildung. Um die Anstrengungen zu verstärken, ist Tdh eine neue Partnerschaft eingegangen. So kann noch mehr Kindern die Rückkehr auf die Schulbank ermöglicht werden, um sie vor der Ausbeutung zu bewahren.
Laut Thierry Agagliate, Tdh-Delegierter in Burkina Faso «besteht die Schwierigkeit vor allem darin, grössere Kinder von dieser neuen Goldader fernzuhalten und zur Wiederaufnahme ihrer Berufsausbildung zu motivieren. Das alles ist aber auf gutem Wege: Unsere Sozialarbeiter leisten hervorragende Überzeugungsarbeit, und unsere guten Beziehungen zu Ansprechpartnern in den Gemeinden erweisen sich als Vorteil. Dennoch gibt es zahlreiche Sicherheitsprobleme in den Schürfstätten, aber auch grosse Mängel auf dem Gebiet der Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene, wo wir einzugreifen versuchen, aber noch Hilfe benötigen.»
Terre des hommes ist an 10 Schürfstätten in den Regionen Zentralplateau und Sahel aktiv. Heute können 3000 Kinder den Schulbesuch fortsetzen, Berufsausbildungen absolvieren oder Einkommen schaffende Aktivitäten entwickeln: mit anderen Worten Fähigkeiten erwerben, um von diesen Steinbrüchen wegzukommen. Die neue Zielsetzung ist, weiteren 600 Kindern bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
