Burkina Faso: Legitimierung der gemeinnützigen Arbeit für Jugendliche
- Herausgegeben von Darcissac, Marion
Die Einführung der gemeinnützigen Arbeit als Strafe für Minderjährige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, ist eine der Herausforderungen von Terre des hommes. Am 10. Februar verpflichteten sich zwei Minister im Rahmen eines von Tdh organisierten Workshops dazu, dass Jugendliche ihre Strafe endlich in geeigneten Einrichtungen verbüssen und sich so wieder in die Gesellschaft eingliedern können.
Dieser Workshop, an dem auch die Minister für Justiz und Raumplanung teilnahmen, brachte Staatsanwälte, Polizeibeamte, Vertreter der Sozialdienste, der Stadtverwaltung und von Einrichtungen der Zivilgesellschaft an einen Tisch, um über die gemeinnützige Arbeit als Strafe zu befinden. Die Vorteile einer solchen Sanktion für Jugendliche wurden dargestellt und Tdh konnte aufzeigen, dass sie einerseits der Bemühung um Wiedergutmachung des für die Gesellschaft entstandenen Schadens entspricht, andererseits die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Jugendlichen begünstigt. Der Workshop erlaubte ausserdem, auf den Mangel an Einrichtungen hinzuweisen, die in der Lage sind, straffällige Minderjährige aufzunehmen und ihnen Möglichkeiten zur Strafverbüssung bieten. Den Teilnehmenden wurde klargemacht, dass die Haftbedingungen in den Gefängnissen Burkina Fasos für eine Wiedereingliederung dieser Jugendlichen ungeeignet sind.
Alle Teilnehmenden konnten überzeugt werden und haben sich verpflichtet, ihren Beitrag zu der Umsetzung der gemeinnützigen Arbeit für Jugendliche zu leisten, die in Burkina Faso mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Die Minister engagierten sich namentlich, Tdh bei der Einführung der gemeinnützigen Arbeit zu unterstützen und riefen die eingeladenen Institutionen (Stadtverwaltung, Sozialdienste, Einrichtungen der Zivilgesellschaft) auf, diese Jugendlichen aufzunehmen und ihnen eine korrekte Verbüssung ihrer Strafe zu ermöglichen. Ausserdem befinden sich verschiedene Rundschreiben in Vorbereitung: Sie werden von den beiden am Workshop beteiligten Minister unterschrieben und an alle Gerichtspräsidenten und lokalen Abgeordneten verteilt werden, um allfällige Vorbehalte aus dem Weg zu räumen.
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