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20 Jul 2011 Jugendstrafrecht Burundi

Burundi: Versöhnung mit der Gesellschaft für acht junge Delinquenten

- Herausgegeben von Darcissac, Marion

2286_on-jeanne_gerster-2005-013_embed In Gitega symbolisierte der 14. Juli eine wichtige Etappe im Leben von acht Jugendlichen. Die straffälligen Jungen, die mit der Familie und der Gesellschaft gebrochen hatten, wurden von Terre des hommes und der Stiftung STAMM wieder ins Berufsleben und die Gesellschaft integriert. Die sechs letzten Monate waren ein ständiger Kampf für sie, aber auch für die Sozialarbeiter von Tdh, um sie der Kriminalität zu entreissen.

Die Anfänge dieses Wiedereingliederungsprozesses waren für jeden einzelnen Jugendlichen schwierig, drei haben sogar aufgegeben. Sie hatten unterschiedlichste Konflikte mit ihren Lehrern, den Eltern, der Gemeinschaft und sogar untereinander. Indem sie ihr Vertrauen gewannen, gelang es den Sozialarbeitern von Tdh aber, dass sich die Jugendlichen nun an sie wenden, sobald ein neues Hindernis auftaucht. Sie konnten ein Klima des gegenseitigen Zuhörens und Austausches zwischen den Jugendlichen und ihrem Umfeld schaffen, das ihnen erlaubte, zu einer gesunden familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Situation zurückzufinden. Dank dieser Erfahrung sind diese Jugendlichen äusserst solidarisch miteinander geworden, fast wie «Brüder», und haben gelernt, gegenseitig aufeinander achtzugeben.

Am 14. Juli war es schliesslich soweit, dass das gesamte Personal von Tdh und die Eltern der Jugendlichen stolz in Gitega zusammentrafen, um an der Diplomfeier zum Abschluss der Berufsausbildungen teilzunehmen, die für sich diese acht ehemaligen Delinquenten entschieden hatten.

Trotz allem ist der Kampf noch nicht wirklich gewonnen. Die Sozialarbeiter sind sich bewusst, dass diese Jugendlichen noch eine bestimmte Zeit lang weiterbetreut werden müssen, um sie vollständig von der Kriminalität fernzuhalten.

Weitere Informationen zu den Aktionen von Terre des hommes in Burundi