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25 Nov 2011 Kinderhandel und Ausbeutung Verschiedenes, Schweiz

Weltforum für Migration und Entwicklung

- Herausgegeben von Darcissac, Marion

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Terre des hommes ruft die Staaten dazu auf, Kindermigranten besser zu schützen

Nach Belgien, den Philippinen, Griechenland und Mexiko ist die Schweiz Gastgeberin des Weltforums für Migration und Entwicklung (Global Forum on Migration and Development – GFMD). Terre des hommes wirkt seit mehreren Monaten bei den Vorbereitungen mit, namentlich mit Beiträgen zu den Empfehlungen zuhanden der Teilnehmerstaaten. Zwei Tdh-Vertreter nehmen an den «Tagen der Zivilgesellschaft» teil, um den Schutz von Kindern und jungen Migranten ins Zentrum der Debatten zu rücken.

Migration: Eine Reihe von Gefahren für Kinder

Ignacio Packer, Direktor für thematische Programme bei Tdh, hält fest: «Angesichts der Tatsache, dass die Migration ständig zunimmt, sind die Mängel, die beim Zugang für Jugendliche zur Grundversorgung im Gesundheits- und Bildungsbereich bestehen, besonders alarmierend. Auf ihren Reiserouten müssen Schutznetzwerke aufgebaut werden, allen voran dort, wo unbegleitete Jugendliche Landesgrenzen überschreiten.» Jugendliche Migranten sind von Ausbeutung bedroht. Manchmal kommen sie ins Gefängnis. Einige werden ins Herkunftsland zurückgeführt, ohne dass die Gefahren einer solchen Rückkehr oder das höhere Interesse des Kindes überprüft werden. Terre des hommes plädiert für eine Verstärkung nationaler Schutzsysteme mit qualifizierten Stellen zur Betreuung von Kindermigranten.

Das in Genf stattfindende GFMD ermöglicht einerseits Begegnungen von Regierungsvertretern (am 1. und 2. Dezember), andererseits von Mitgliedern der Zivilgesellschaft (am 29. und 30. November). Es vereint Fachleute aus der ganzen Welt (NGO, Gewerkschaften, Diaspora, Migrantenvereinigungen, Universitäten usw.) zur Frage der internationalen Migration und ihren Zusammenhängen mit der Entwicklung.

Terre des hommes gibt Empfehlungen an die Staaten ab

Terre des hommes wird an den beiden “Tagen der Zivilgesellschaft” teilnehmen. Tdh hat bereits einen wichtigen Beitrag zur Abfassung der Empfehlungen von Organisationen der Schweizer Zivilgesellschaft und deren Verteilung an die Staaten geleistet.

Diesen Empfehlungen zufolge will die Schweizer Zivilgesellschaft die Migration und Entwicklung in einer Weise fördern, die gleichzeitig den Migranten, ihren Herkunftsländern und dem Aufnahmeland zugutekommt. Denn «viele Menschen leiden unterwegs oder nach der Ankunft an ihrem Zielort unter der Verletzung ihrer Rechte. Die Staaten werden dazu angehalten, die Würde und Rechte von Migranten während des gesamten Migrationprozesses zu bewahren (das heisst bei der Abreise, bei Grenzüberschreitungen, auf der Durchreise und hoher See, am Zielort sowie während oder nach der Rückkehr an ihren Herkunftsort)».

Die Empfehlungen legen den Schwerpunkt auf drei Hauptthemen:
• Die Notwendigkeit, die Autonomie (Fähigkeiten) der Migranten in ihrem Herkunfts- und Zielland anzuerkennen und sicherzustellen;
• Die Notwendigkeit einer grösseren Kohärenz zwischen allen Akteuren auf lokaler wie internationaler Ebene;
• Die notwendige Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und den Akteuren der Zivilgesellschaft.

Die Empfehlungen erinnern daran, dass «die Respektierung der menschlichen Würde und des Schutzes der Rechte der Migranten eine Pflicht ist, die den Staaten obliegt. Als Angehörige der Schweizer Zivilgesellschaft anerkennen wir zudem, dass Migranten aktive Vermittler von Entwicklung sein können, sei es in ihrem Herkunfts- oder Zielland. Die internationale Gemeinschaft muss die Rolle anerkennen, die Migranten in der Entwicklung spielen, und ihnen einen gesetzlichen und politischen Rahmen sowie ein soziales Umfeld bieten, die ihnen erlauben, ihr Potenzial bestmöglich zu entwickeln. Die Eingliederung der Migranten in die Zivilgesellschaft muss erleichtert werden, insbesondere durch die Sicherstellung ihres Zugangs zu Einkommen generierenden Aktivitäten, zur Gesundheitsversorgung und zu anderen öffentlichen Dienstleistungen.»

Weitere Informationen zu sämtlichen des Modalitäten des GFMD
Weitere spezifische Informationen zu den Modalitäten der Zivilgesellschaft