Migration und Entwicklung: Empfehlungen der Zivilgesellschaft an Staaten
- Herausgegeben von Darcissac, Marion
Vergangene Woche sind am Weltforum für Migration und Entwicklung 160 Staaten zusammen gekommen, um über Fragen und Herausforderungen der Migration zu diskutieren. An den beiden Tagen vor Beginn des Forums trafen sich 186 Delegierte der Zivilgesellschaft, darunter Terre des hommes, um Lösungen für Migrationsprobleme vorzuschlagen. Den Teilnehmerstaaten des Forums wurden sieben Empfehlungen unterbreitet.
«Lernen zusammenzuarbeiten»
Am 29. und 30. November kamen Organisationen aus 61 Ländern zusammen, um anschliessend im Namen der Zivilgesellschaft sieben Empfehlungen abzugeben. Die Frage des Schutzes von Kindermigranten konnte dank der Teilnahme von zwei Vertretern von Terre des Hommes (Internationale Föderation Terre des Hommes und Stiftung Terre des hommes) auf die internationale Agenda gesetzt werden.
Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat die Frage des Kinderschutzes mehr Gewicht erhalten. Die Familie wird als «Eckpfeiler» einer jeden Migrationspolitik bezeichnet und die Notwendigkeit, auf die Ursachen der Mobilität und nicht nur auf deren Folgen einzuwirken, erhielt ein besonderes Augenmerk. Die Zivilgesellschaft ruft die Staaten dazu auf, «Kinderschutzsysteme» für Migranten einzurichten, wofür die Zusammenarbeit aller staatlichen Stellen erforderlich ist.
Zum Schluss der Empfehlungen der Zivilgesellschaft wurde ein verstärktes gemeinsames Vorgehen der Staaten auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene gefordert, um das künftige Wohl der Migranten sicherzustellen: «Lernen zusammenzuarbeiten, um dringende Veränderungen herbeizuführen».
Konsolidieren, um immer mehr zu überzeugen
Wie am Weltforum, sucht auch Tdh in Debatten nach einer systematischen Übereinstimmung ihrer Aktionen und aktiven Beteiligung mit dem normativen Rahmen (Übereinkommen über die Rechte des Kindes), praktischen Erwägungen und guten Erfahrungen, die in Projekten vor Ort erlangt wurden.
Die Teilnahme am Weltforum ist Teil der Lobbyingstrategie von Tdh, deren nächstes Ziel die Europäischen Entwicklungstage (15.-16. Dezember 2011) sind. Diese Arbeit ist Teil der neuen thematischen Kampagne der Internationalen Föderation Terre des Hommes zur Mobilität von Kindern mit dem Titel «Destination Unknown», die 2012 offiziell lanciert wird.
In der Schweiz übernimmt Tdh weiterhin die Rolle eines Co-Leaders, um den Dialog zu Fragen der «Migration und Entwicklung» zwischen hiesigen Vereinigungen und dem Interdepartementalen Ausschuss des Bundes zu fördern. Die Empfehlungen, die 2011 von Organisationen der schweizerischen Zivilgesellschaft erarbeitet wurden, sind eines der wichtigsten Instrumente für diesen Dialog.
Mehr Informationen über die Teilnahme von Terre des hommes am Forum
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Terre des hommes (Tdh) ermöglicht hunderttausenden Kindern und Müttern, ihr Recht auf Betreuung, Ernährung und Hygiene nachhaltig wahrzunehmen.

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