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28 Jul 2010 Humanitäre Krisen Moldawien

Moldawien: Notfalleinsatz, um von der Überschwemmung betroffenen Kindern zu helfen

- Herausgegeben von Darcissac, Marion

758_moldova_floods_ps_embed In vielen Regionen Moldawiens haben starke Regenfälle im Norden der Republik, sowie in Rumänien und der Ukraine zu schweren Überschwemmungen geführt. Besonders die Regionen Hancesti, Briceni, Nisporeni, Ungheni, Edinet, Riscani, Cantemir, Leova und die Gemeinde Chisinau (also Nord- Zentral- und Südmoldawien) sind betroffen. Viele Menschen mussten vor den Fluten fliehen, Dörfer und Felder wurden verwüstet. Der UNO zufolge sind ca. 85 Gemeinden in 16 Regionen betroffen. 850 Häuser wurden überschwemmt und etwa 3000 Menschen mussten evakuiert werden, darunter über 600 Kinder.

265 Kinder wurden in Sommercamps untergebracht und 230 wurden gemeinsam mit ihren Eltern in Schulen und Supermärkten untergebracht. Die übrigen Kinder sind entweder bei ihren Familien, oder bei Verwandten oder Nachbarn.

Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der schwierigen Situation, mit der diese Kinder konfrontiert sind, haben sich die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Moldavien mit der nationalen Organisation „Salvati Copiii”, dem französischen Verein „Solidarité Laïque“ und „Terre des hommes Moldavien“ kurzfristig zusammengeschlossen, um den 209 direkt betroffenen Kindern in den Sommercamps in Hincesti und Chisinau Soforthilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Von 22. Juli bis 31. August werden also 42 Mitarbeiter von Tdh psychosoziale Aktivitäten für die Kinder organisieren. Mit diesen Aktivitäten soll ihnen dabei geholfen werden, die psychischen Folgen der Flut und den Verlusts ihres Zuhauses besser zu verarbeiten. Zudem tragen die Aktionen dazu bei, dass sich die Kinder entspannen, ihre Gefühle non-verbal oder in Gesprächen mit den Mitarbeitern von Tdh zum Ausdruck bringen und spüren, dass jemand da ist, denen sie wichtig sind und der für sie sorgt.