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Pakistan: Mit dem Ende der Notaktion beginnt die Rehabilitation

21 Jan 2011 Humanitäre KrisenPakistan

pakistan.jpg Ende Januar 2011 geht die erste Phase des Notprojekts von Terre des hommes und Flowers zu Ende. 1800 Familien haben von der Verteilung von lebenswichtigen Hilfsgütern profitiert und 2500 Kinder konnten wieder eingeschult werden. Die zweite Projektphase wird stärker der Rehabilitation gewidmet sein und zwei Jahre dauern.

Infolge der verheerenden Überschwemmungen in Pakistan, starteten Terre des hommes und die lokale Partnerorganisation Flowers in zwei Bezirken in der Nähe von Peschawar, im Osten Pakistans, ein Notprojekt. Man hat zunächst die am meisten gefährdeten Familien, denen nichts mehr übriggeblieben war, ausfindig gemacht und Güter des täglichen Bedarfs verteilt. Es wurden zwei Kinderzentren eingerichtet, die Freizeit-, Bildungs- und Sportaktivitäten anbieten und Kinder und ihre Eltern auch beraten. Das Ziel der beiden Zentren ist es, die Wiedereinschulung der Kinder zu begünstigen. Sie sind schnell zu einer Drehscheibe des gemeinschaftlichen Lebens geworden.

Pakistan_CFS.jpg Die Notphase geht im Januar zu Ende. Da die meisten Vertriebenen nach Hause zurückgekehrt sind und mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte, wird sich die zweite Projektphase auf die Rehabilitation und Wiederherstellung der Verbindungen zwischen den Gemeinschaften und den von den Behörden gebotenen Leistungen konzentrieren. Gesundheitsfragen und die Wiedereinschulung sind zwei Probleme, die in Angriff genommen werden müssen. Es werden Mütterzentren eingerichtet, um schwangere Frauen und junge Mütter besser zu betreuen. Gesundheitsberater werden Ratschläge geben und nötigenfalls Überweisungen vornehmen. In den Schulen wird es Gesundheitserziehung geben und vier Kinderzentren werden mit einem speziellen Angebot die Wiedereinschulung erleichtern. Gemeinschaftliche Organisationen werden gestärkt und in das Projekt involviert, in der Hoffnung, dass sie diese Zentren einst weiterführen werden.

Am Wiederaufbau in Pakistan sind zahlreiche Akteure beteiligt. Das Ziel von Terre des hommes und Flowers ist es, Brücken zu schlagen zwischen den Bedürfnissen der Menschen und den angebotenen Leistungen.

Im Juli 2010 wurden mehrere Provinzen überflutet, nachdem der Monsunregen stärker als normal ausgefallen war. Millionen von Menschen waren betroffen und mussten ihr Zuhause verlassen. Überschwemmungen sind eine besondere Art von Naturkatastrophen. Das ganze Ausmass des Unglücks lässt sich jeweils erst Tage oder Wochen später feststellen. Die Anzahl der Opfer ist glücklicherweise oft beschränkt, doch die Schäden sind immens. Da keine Verbindung mehr zur Bevölkerung besteht, kann diese keine schnelle Hilfe bekommen. Menschen verlieren ihre Häuser und Arbeit, müssen aber für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Die Landwirtschaft ist vollkommen zerstört, Wasserquellen sind verseucht. Neue Krankheiten breiten sich aus, während der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen eingeschränkt ist. Die Vertreibung der Menschen führt zu Sicherheitsproblemen, Kinder werden von ihren Eltern getrennt und es kommt zu Gewalt gegen Frauen.

Kinderschutz

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Kinderschutz
Terre des hommes (Tdh) setzt sich für den Schutz der Kinder vor Ausbeutung, Missbrauch, Handel und Gewalt ein.
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