Peru: Terre des hommes erhält Menschenrechtspreis "Javier Pérez de Cuéllar"
23 Jul 2012 JugendstrafrechtPeru
Die Stiftung Terre des hommes ist in Peru mit dem erstmals verliehenen Menschenrechtspreis “Javier Pérez de Cuéllar” ausgezeichnet worden. Das grösste Schweizer Kinderhilfswerk erhält den nach dem früheren UNO-Generalsekretär benannten Preis für die erfolgreiche Begleitung straffälliger Jugendlicher aus der Kriminalität zurück in die Gesellschaft – mit restaurativer Jugendstrafrechtsarbeit nach dem Motto “Erziehung statt Haftstrafe”.
Der Preis wurde in Lima von Pérez de Cuéllar persönlich überreicht, er amtierte auch als Präsident der Jury; bei der Verleihung mit dabei waren auch der Vorsitzende der peruanischen Justizbehörden, der Bürgermeister der Hauptstadt Lima und der Präsident des interamerikanischen Menschenrechtshofes. Der Preis wird Organisationen oder Personen zuerkannt, die sich in Peru um die Menschenrechte verdient machen – Terre des hommes ist die erste Trägerin der Auszeichnung. Véronique Henry, Delegierte von Tdh in Peru, wertet dies denn auch als Anerkennung und Bestätigung für das Konzept der restaurativen Jugendgerichtsbarkeit, die auf mehr Rehabilitation statt Repression setzt. “Der Lösungsansatz von Terre des hommes hat unsere Partner in der Justiz und bei den Behörden überzeugt, in Peru wie in anderen Ländern. Für straffälllige Minderjährige werden heute eher erzieherische Methoden der sozialen Wiedereingliederung propagiert als Gefängnisstrafen. Diese restaurative Strategie umfasst im Übrigen auch die Wahrnehmung der Interessen der Opfer.” Terre des hommes leistet ausserdem entsprechende Fortbildungsarbeit für das Personal von Polizei, Justiz, Strafvollzug und Sozialarbeit und fördert mit öffentlicher Plädoyerarbeit die fortgesetzte Anerkennung des sozialpädagogischen Modells in Gesellschaft und Politik.
