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Sri Lanka: Abfallentsorgung in Schulen – junge Leute engagieren sich

6 Sep 2011 Humanitäre KrisenSri Lanka

SLdechets.jpg Wie viele Entwicklungsländer hat auch Sri Lanka ein Abfallproblem. Fehlende finanzielle Mittel für die Infrastruktur, niedrige Löhne für die Arbeiter und mangelnde Kenntnisse sind die Hauptgründe für die ungenügende Abfallentsorgung durch die Lokalbehörden. Dies führt zu vielfältigen Problemen. Abgesehen von der Umweltverschmutzung bestehen auch Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung, vor allem für Kinder und ältere Menschen. Da das Abfallproblem im Januar und Februar 2011 zu den schweren Überflutungen beitrug, lancierte Terre des hommes ein kleines Müllprojekt in Schulen, um die Abfallentsorgung dort zu verbessern und die Kinder für das Thema zu sensibilisieren.

Anfang 2011 herrschten für die Bewohner der Küstendörfer im Osten Sri Lankas dramatische Verhältnisse. Heftige Regenfälle führten zu Überschwemmungen, von denen Tausende von Familien in diesem bereits von Krieg und Tsunami erschütterten Gebiet betroffen waren. 80 Prozent der Ernten gingen verloren, Zehntausende Häuser wurden beschädigt. Terre des hommes arbeitet schon seit mehr als fünfzehn Jahren in der Region und konnte deshalb schnell und unbürokratisch mit einem Notprojekt für Überflutungsopfer reagieren. Veranstaltungen zur Sauberkeit und Hygiene leisteten einen Beitrag zur Verhinderung von Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden und sich nach Überschwemmungen gewöhnlich rasch ausbreiten. Nachdem sich die Menschen von der Katastrophe erholt haben, trägt Terre des hommes nun mit einem Müllprojekt zur Vorbeugung von Überflutungen und durch Wasser übertragenen Krankheiten vor.

SLformation.jpg Terre des hommes setzt bei diesem Projekt auch auf die Mitwirkung von Jugendclubs: Diese jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren fühlen sich vom zunehmenden Problem der Abfallentsorgung stark betroffen. Sie übernahmen freiwillig Verantwortung, um dieses Problem einem Teil der Gemeinschaft bewusst zu machen: den Schulkindern. «Gewöhnlich müssen wir den Abfall verbrennen oder hinter der Schule vergraben», erklärte ein Mitglied des Periyaneelavnai Jugendclubs. «Der Rauch verschmutzt die Luft und ist für die Gesundheit der Kinder sehr schädlich. Zudem weht der Wind die Rückstände überallhin: Sie verstopfen Abflussrohre und trugen so auch zu den diesjährigen Überflutungen bei.»

Die jungen Leute gingen also in die Schulen – mit Mülleimern bewaffnet, dem wichtigsten Werkzeug für eine korrekte Abfallentsorgung, die Terre des hommes zur Verfügung stellte. Einfach nur mit Mülleimern loszuziehen, mag auf den ersten Blick banal erscheinen. Für diese Schulen, die über keinerlei Abfallsammlung verfügten, war das aber etwas ganz Neues. Die jungen Leute wurden durch Terre des hommes ausgebildet, damit sie Kinder lebendig und abwechslungsreich für die Wichtigkeit von Mülleimern sensibilisieren können, aber auch für all die Probleme, die entstehen, wenn der Abfall nicht richtig entsorgt wird.

Die Zusammenarbeit mit Mitgliedern von Jugendclubs bietet Terre des hommes mancherlei Vorteile: Die jungen Leute wissen jetzt viel mehr über die Abfallentsorgung und haben gelernt, wie sie das Bewusstsein anderer Kinder dafür wecken können. Ihr Mitmachen lässt in den Gemeinschaften ein Verantwortungsgefühl entstehen und ist ein Beispiel für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Terre des hommes in Sri Lanka

Gesundheit

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Kinder haben das Recht auf Gesundheit
Terre des hommes (Tdh) ermöglicht hunderttausenden Kindern und Müttern, ihr Recht auf Betreuung, Ernährung und Hygiene nachhaltig wahrzunehmen.
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