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Wohin fliesst das Geld aus dem Orangenverkauf?

1 Mär 2012 Spezialbehandlungen, Gesundheit und Ernährung,...Schweiz

flyerorangede.jpg „Retten Sie einem kleinen Kind das Leben. Mit einer Orange.“ Das ist unsere Botschaft für den 50. Orangenverkauf. Vielleicht stellen Sie sich die Frage, wohin das Geld Ihres Einkaufs genau fliesst und inwiefern es „zur Gesundheit von Kindern beiträgt. Deshalb hier einige Hinweise darauf, was Terre des hommes unter Gesundheit versteht und welche Kinder genau davon profitieren.

Am 9. und 10. März führt Terre des hommes ihren schweizweiten Orangenverkauf bereits zum 50. Mal durch. Wer „Orange“ sagt, meint Ernährung, Energie, Vitamine: eben Gesundheit. Ein wahres Symbol für Millionen von Kindern, die an Hunger, Mangelernährung und unheilbaren Krankheiten leiden, über unzureichende sanitäre Anlagen verfügen und deren Mütter sie weder angemessen auf die Welt bringen noch adäquat aufziehen können.

In Afrika, Südamerika und Asien engagieren sich Hunderte von Personen im Namen von Terre des hommes – Ärzte, Krankenpfleger, Sozialarbeiter oder Entwicklungshelfer, offizielle Vertreter und viele andere – Tag für Tag für die Gesundheit und die Entwicklung von benachteiligten Kindern. Dank Terre des hommes werden 700‘000 Kinder sowie ihre Mütter und Angehörigen in 16 Einsatzländern betreut, behandelt, ernährt, operiert, beraten und unterstützt. Dadurch erhalten sie die Mittel, die es ihnen ermöglichen, in den kommenden Jahrzehnten selbst für ihre Gesundheit zu sorgen.

health_christian-brun_5932.jpg - Kampf gegen Mangelernährung und Betreuung von schwangeren Frauen: Burkina Faso ist derzeit von einer Nahrungsmittelkrise betroffen, die sich über die ganze Sahelregion erstreckt. Terre des hommes konnte die dortige Regierung davon überzeugen, für Kinder unter fünf Jahren und schwangere Frauen eine unentgeltliche Gesundheitsversorgung bereitzustellen. Somit stellt die Armut kein Hindernis mehr für die Gesundheit dar. Die Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren konnte in den zwei Distrikten, in denen diese kostenlose Behandlung eingeführt wurde, auf einen Viertel reduziert werden. In Gesundheitszentren werden nun sechsmal so viele Kinder behandelt, wobei zudem die Behandlungsqualität infolge von Schulungen des Pflegepersonals zudem verbessert wurde.

- Operationen von Kindern: Mehr als zweihundert Kinder mit Herzfehlern und anderen schweren Erkrankungen, die in ihren Heimatländern nicht behandelt werden können, werden jedes Jahr in den Universitätsspitälern Bern, Genf und Lausanne operiert und erholen sich anschliessend im Tdh-Kinderheim in Massongex. Lesen Sie in diesem Zusammenhang den Bericht von Faguèye Mbaye auf unserem Blog. Sie konnte dank der Hilfe von Tdh operiert werden und ist heute selbst in der senegalesischen Delegation tätig, um Kinder zu betreuen, die einer spezialisierten Pflege bedürfen. Jedes Jahr reisen zudem Teams von Schweizer Chirurgen, Kinderärzten und Anästhesisten nach Westafrika, um Kinder vor Ort zu operieren und lokale Teams auszubilden.

_psychosocial_28112008_049.jpg - Zugang zu Trinkwasser, Abwasserreinigung und Hygiene: In den ländlichen und bergigen Regionen im afghanischen Rustaq war der Zugang zu Wasser seit jeher ein grosses Problem. Nach dem Erdbeben von 1998 hat sich die Situation weiter zugespitzt. In der Trockenzeit hängen Einwohner und Anbaukulturen von dem im Winter zusammengetragenen Schnee und von nahezu ausgetrockneten Flüssen ab, während in der Regenzeit die Dörfer überflutet und die fruchtbaren Erdschichten auf den Feldern abgetragen werden. Die Angestellten der Tdh-Delegation unterstützen und schulen die Bevölkerung in der Wiederherstellung von Bewässerungssystemen sowie dem Bau von kleinen Staumauern, damit die Auswirkungen von Überschwemmungen eingedämmt und Wasser für das Vieh gesammelt werden kann. Die Abwassersysteme und Hygienemassnahmen sowie die traditionellen Schneesammelsysteme werden verbessert, um das Wasser trinkbar zu machen.

- Notfalleinsätze: In Haiti, wo noch immer zahlreiche Familien an den Auswirkungen des Erdbebens von 2010 zu leiden haben, hat Tdh ihren bisher grössten Nothilfeeinsatz in ein langfristiges Projekt umgewandelt. Die Teams der Delegation sorgen noch immer für die Gesundheit der von Mangelernährung oder Cholera betroffenen Kinder und schulen das in den Gesundheitszentren tätige lokale Personal. Gleichzeitig informiert Tdh die Gemeinschaften über die besten Methoden zum Erhalt ihrer Gesundheit (ausgewogene Ernährung, Beachtung von Hygieneregeln, Vorbeugung und angemessene Behandlung von Krankheiten usw.).

Terre des hommes ist in Afghanistan, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, Kolumbien, Ecuador, Guinea, Haiti, Indien, Marokko, Mauretanien, Nepal, Senegal und Sri Lanka mit gesundheitsfördernden Projekten tätig.

Wir danken Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich, dass Sie mit dem Kauf einiger Orangen die Kinder, Angestellten, Freiwilligen sowie die von Terre des hommes durchgeführten Gesundheitsprojekte unterstützen!

Kinderschutz

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Kinderschutz
Terre des hommes (Tdh) setzt sich für den Schutz der Kinder vor Ausbeutung, Missbrauch, Handel und Gewalt ein.
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