Presse und Medien
Terre des hommes reintegriert Strassenkinder in Myanmar
10 Mai 2012
In Myanmar, ehemals Burma, werden Kinder, die das Leben auf der Strasse überstanden haben und in geschlossene Schulzentren eingewiesen worden sind, von Terre des hommes (Tdh) in ihre Familien zurückgeführt und in ihre Gemeinschaften reintegriert. Seit Januar 2011 konnte das grösste Schweizer Kinderhilfswerk mehr als 70 Kinder stabil eingliedern, weitere 80 bereiten sich auf ihre Rückkehr vor. In der Schweiz lanciert Tdh ihre Frühlingskampagne – eine Million Haushalte erhalten morgen und am Freitag Post.
Das erfreuliche Zwischenergebnis in Myanmar wirft nicht zuletzt auch ein Licht auf die laufenden Reformen in dem asiatischen Land, derentwegen die internationalen Sanktionen schrittweise aufgehoben werden können. “Aufgrund der günstigen Entwicklung kann sich Tdh nun verstärkt für den Schutz der schwächsten Kinder einsetzen, so etwa auch, indem wir mithelfen, das Personal der geschlossenen staatlichen Schulzentren gezielt weiterzubilden”, sagt Rob Millman, Tdh-Delegierter in Myanmar. Vor allem aber ist Terre des hommes damit befasst, in solchen Zentren nahe Rangun, der alten Hauptstadt, Kinder zu identifizieren, deren Eltern zu ermitteln und möglichst eine Zusammenführung zu erreichen. Im Übrigen ist das Schweizer Kinderhilfswerk weiter daran, Geschädigten des Zyklons Nargisvon 2008 beizustehen; so konnten gegen 50 Schulen mit Trinkwasser und sanitären Anlagen versorgt werden. Myanmar ist eines von 34 Ländern, in denen Terre des hommes zu Gunsten von insgesamt 1,4 Millionen Kindern und Angehörigen tätig ist. Zur Finanzierung dieser Arbeit führt Tdh dieser Tage ihre Frühjahrs-Sammelkampagne durch, eine Million Haushalte erhalten am 10. und 11. Mai Post.
Weitere Auskünfte: Rob Millman, Delegierter Terre des hommes Myanmar (Englisch/Französisch), zu erreichen über Skype rmi_tdh.ch und mobil +95 97 320 94 54, oder Rudolf Gafner, Mediensprecher Deutsche Schweiz, 079 742 98 73.
