„Unser Haus hält Unwettern stand“
Der heftige Wirbelsturm Sidr das Haus der heute elfjährigen Shimu davongetragen. Im Rahmen seines Nothilfeprogramms hat Tdh rund hundert Häuser der am stärksten betroffenen Familien wiederaufgebaut. Dieses Jahr hat der Monsun erneut den hohen Damm beschädigt, der das Dorf Padma im Süden Bangladeschs schützt.Das Meerwasser hat den Gemüsegarten der Familie zerstört: Kürbisse und Gurken verfaulen am Stiel. Hingegen hat das Haus wie bei jedem der drei oder vier jährlichen Unwetter standgehalten. Mutter Mariam erklärt, dass sie glücklich ist, in diesem Haus mit soliden Grundmauern zu leben. „Ich habe nicht mehr Angst, dass das Wasser es wegspült. Wenn ein sehr heftiger Wirbelsturm angekündigt ist, können wir ausserdem in den grossen Pfahlbau flüchten, der in der Nähe erbaut wurde.“
Im Jahr 2007 hat Tdh die von der Katastrophe Betroffenen zunächst mit Lebensmitteln, Kleidung, Kochmaterial und medizinischer Betreuung versorgt. Aus Material, das sie finden und wiederverwerten konnten, hat der Vater eine provisorische Hütte unweit des neuen Ufers gebaut. Aber der Wind fuhr unablässig in ihre Hütte. Monatelang hatten die drei Kinder Schwierigkeiten zu schlafen.
Ein Jahr später konnte Terre des hommes ein Haus auf einem neuen, von der Regierung zugewiesenen Grundstück bauen, da das alte, sandige Grundstück vom Meer weggespült worden war. Überdies hat Tdh eine ökologische Trockenlatrine installiert, die das Wasser in der Umgebung nicht verunreinigt. Shimu, die Älteste der drei Kinder, zeigt uns stolz die Familienlatrine, für die sie verantwortlich ist. Eine Aufgabe, die sie gewissenhaft erfüllt! Jeden Tag wacht sie über die Sauberkeit des Ortes und wirft die kalte Asche aus der Küche in die Grube.
- Shimu, Tdh-Begünstigte in Bangladesch

