Fiona und Nora - Freiwillige des Monats November
- Published by Schuetze, Anke
Fiona (15) und Nora (14) haben gemeinsam mit ihrer Schulklasse Geld gesammelt für die Kinder in Marokko. Einen ganzen Samstag lang haben sie in Ägeri Musik gemacht, Kaffee und Kuchen verkauft und trotz einiger Absagen nicht die Motivation verloren.
Die Motivation
Fiona: “Ich wollte schon immer helfen, das begeistert mich. Da las ich das Buch von Carlo Meier „Das Geheimnis von Marrakesch“. Darin war beschrieben, wie sich die Kinder dort fühlen. Und da wollte ich noch mehr helfen. Hinten im Buch war dann beschrieben, wie man helfen kann. Und so kam ich auf die Idee, dass wir was mit der Klasse zusammen machen könnten. Ich habe es Nora erzählt. Und wir haben zusammen angefangen zu planen.”
Nora: “Wir haben schon länger darüber gesprochen, dass wir einmal so etwas für einen guten Zweck tun könnten. In der Schule sprachen wir zuerst mit dem Lehrer, und der fand es eine gute Idee. Wir präsentierten dann der Klasse, was Terre des hommes ist, und was die genau machen. Anschliessend haben wir abgestimmt, was wir genau tun können. Es ist doch schön, wenn man anderen helfen kann und nicht immer an sich selbst denkt.”
Die Aktion
“Wir einigten uns darauf, dass wir an einem Samstag in Ägeri Kaffee und Kuchen verkaufen und Musik machen. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter. Es war zwar kalt, aber schön. Wir standen direkt an der Hauptstrasse zwischen Migros und Coop und Bushaltestelle. Dort kamen viele Leute vorbei.
Mit dem Musikmachen haben wir nicht soviel verdient. Das war einfach lustig und motivierend für uns. Am Anfang hatten wir einen Plan, was wir singen. Aber am Schluss haben wir immer das gleiche gesungen. Und jeder nahm sich ein Instrument, egal ob er es spielen konnte oder nicht. Jeder machte mit. Aber es hat wirklich Spass gemacht. Die Zeit ging so schnell vorbei, dass wir noch länger verkauften, als geplant.”
Ziel
“Das Geld, das wir gesammelt haben, geht nach Marokko, wo die Kinder teilweise arbeiten gehen müssen und unter sehr schwierigen Bedingungen leben. Wenn man das Buch von Carlo Meier gelesen hat, hat man mehr Ahnung, was da wirklich abgeht, und dann will man auch wirklich helfen.
Wir könnten uns gut vorstellen, noch einmal etwas zu organisieren. Ein Benefizkonzert wäre toll. Aber das ist in Ägeri schwierig, da kommen ja auch noch Bühnenkosten dazu. Oder zum Beispiel was am Weihnachtsmarkt verkaufen. Wir haben viele Ideen, was man alles basteln könnte.”
Erlebnis
“Am meisten beeindruckt hat uns, dass wir soviel Geld bekommen haben. Wir rechneten mit maximal 500 Franken. Und nun sind es 1500 Franken geworden. Wir waren stolz und erleichtert und hatten ein riesiges Glücksgefühl, alles miteinander. Wir sind richtig froh, dass wir helfen konnten.
Beim Kuchenverkaufen sind wir manchmal fast verzweifelt, weil so viele Leute nein sagten. Aber trotzdem muss man weitermachen. Mann muss den Leuten die Freude rüberbringen. Man darf sich nicht runterdrücken lassen von Absagen. Sondern muss mit noch mehr Motivation auf die Leute zugehen und noch mehr Musik machen. Wenn man selbst überzeugt ist, bringt das wirklich was.”
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