21.09.2017 - Nachrichten

152 Millionen Opfer von Kinderarbeit weltweit

Die Anzahl Kinder, die weltweit von Kinderarbeit und Sklaverei betroffen sind, nimmt zu. Dies geht aus dem neuen, alarmierenden Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation hervor. Terre des hommes setzt sich mit allen Akteuren gegen diese inakzeptable Entwicklung ein.

Die moderne Sklaverei ist für 10 Millionen Kinder weltweit bittere Realität und ganze 152 Millionen Kinder müssen arbeiten, oft unter misslichen Bedingungen. Die am 19. September von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Stiftung Walk Free veröffentlichte Studie bringt das ganze Ausmass ans Licht: Von den Kindern, die zur Arbeit gezwungen werden, sind 38% unter 14 Jahre alt. Sie setzen dabei nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch ihre physische und psychische Gesundheit auf Spiel. 

«Die vielen Migrationsbewegungen bedingt durch die Syrienkrise und den Klimawandel spielen eine wichtige Rolle bei der Verschärfung des Problems», analysiert Peggy Hermann Ljubicic, unsere Verantwortliche des Programms Kinderarbeit, und fährt fort: «Zahlreiche Kinder werden ausgebeutet, nachdem sie ihre Heimatgemeinde teils alleine, teils mit ihrer Familie aufgrund von Konflikten oder Naturkatastrophen oder aber in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen verlassen haben.»

Massnahmen in 19 Ländern

Terre des hommes setzt sich in 19 Ländern gegen Kinderausbeutung ein. Im vergangenen Jahr konnten 216'000 Kinder von den Schutzmassnahmen profitieren. Gemeinsam mit unseren Partnerinstitutionen, der Zivilbevölkerung und weiteren Akteuren setzten wir Präventionsmassnahmen zur Verhinderung von Kinderarbeit um. Ausserdem bauen wir die Schutzsysteme aus, um das Risiko von Ausbeutung zu minimieren. «Allerdings gibt es noch viel zu tun», so Peggy Hermann, «und dies kann nur bewältigt werden, wenn wir systematisch und effizient mit allen Schlüsselakteuren zusammenarbeiten, insbesondere mit dem privaten Sektor, wenn es darum geht, die Kinderarbeit in Lieferketten zu reduzieren.»

Erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten gegen die Kindersklaverei in Ecuador.

Bildnachweis: ©Sajana Shrestha