28.12.2016 - Nachrichten

Guinea: Wiederaufnahme der Reise ins Leben

Terre des hommes freut sich über das Ende der Ebolakrise in Guinea, denn wir können somit herzkranken Kindern wieder eine Operation in der Schweiz ermöglichen. Wegen der Ebolaepidemie, die das Land heimgesucht und mehr als 2‘500 Opfer gefordert hatte, wurden die Überweisungen für Herzoperationen während zwei Jahren eingestellt.

Alpha Oumar hat Fallot-Tetralogie, eine Herzkrankheit, bei der nicht genug Sauerstoff ins Blut gepumpt wird. In einem Land, in dem 70% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten fernab von Gesundheitszentren lebt, werden viele Kinder nicht früh genug diagnostiziert: „Während in der Schweiz ein solcher Fall schon vor oder kurz nach der Geburt erkannt wird, wurde die Herzkrankheit von Alpha Oumar erst vor einigen Monaten entdeckt. Der 4-jährige hat Glück, bis jetzt ohne Operation überlebt zu haben“, meint Zihret Hasanovic, unser Mitarbeiter fürs Spezialbehandlungsprogramm.

Alpha Oumar ist einer der ersten Kinder, die am 21. Dezember erschöpft, aber auch ein bisschen neugierig in der Schweiz angekommen. Er wird von Mariama, einem 15-jährigen herzkranken Mädchen, das aus einer Ackerbauerfamilie kommt, begleitet. Obwohl der kleine Junge weit weg von seiner Mutter ist, findet er ein bisschen Trost, denn Mariama spricht die gleiche Sprache wie er. Sie werden ins Universitätsspital Genf gebracht, um dort noch vor der Weihnachtszeit untersucht zu werden. Danach werden sie im Kinderzentrum La Maison de Massongex bis zum Zeitpunkt ihrer Operation betreut.

Nach dem komplexen Eingriff, der in Westafrika noch nicht möglich ist, werden die Kinder ein ganz normales gesundes Leben führen können. Terre des hommes wird sie medizinisch und schulisch nachbetreuen. Jedes Jahr schenken wir so mehr als 20 Kindern aus Guinea eine bessere Zukunft. Wir wünschen den beiden eine erfolgreiche Operation und einen guten Start ins gesunde Leben.

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