13.10.2016 - Nachrichten

Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge: Unsere Hilfe in Haiti

Naturgefahren wie dem Hurrikan Matthew in Haiti kann man nicht vorbeugen, ihre Auswirkungen lassen sich aber begrenzen. Bei Tdh nutzen wir unser Know-how in der Katastrophenvorsorge, um zu gewährleisten, dass die Bevölkerung auf Naturkatastrophen vorbereitet ist und richtig reagiert, damit Kinder in Sicherheit bleiben.

Tdh arbeitet mit Gemeinschaften zusammen, die sich infolge des Erdbebens von 2010 im Gebiet Corail in der Nähe von Port-au-Prince angesiedelt haben. Es handelt sich um eine besonders anfällige Region für Hurrikane, Dürre, Überschwemmungen und Erdbeben. Gebäude sind nicht katastrophensicher und es fehlt an öffentlicher Infrastruktur und Leistungen. Mit Information, Vorbereitung und geeigneter Hilfe lässt sich die Widerstandsfähigkeit der hier lebenden Kinder und Familien jedoch verbessern.

Seit 2015 schult Tdh Familien in Corail, um sich besser auf mögliche Katastrophen vorzubereiten. Die Gemeinschaft besitzt nun Kenntnisse zu Evakuierungsstrategien und sicheren Zufluchtsorten. Zudem hat Tdh vergangenen August mit den Anwohnern zwei Gemeinschaftszentren fertiggestellt, die im Katastrophenfall vorübergehend als Notunterkünfte genutzt werden können.

15 Familien fanden in diesen Gemeinschaftszentren Zuflucht, als Hurrikan Matthew vergangene Woche über Haiti hinwegfegte. Antoine Lissorgues, Programmverantwortlicher für die Tdh-Programme in Lateinamerika und der Karibik, erkennt unmittelbar nach der Katastrophe die positiven Auswirkungen der Vorsorge: „Die Schulungen halfen den Familien, sich bewusst zu werden, wie wichtig es ist, ihre Häuser bei einem Alarm sofort zu verlassen. In den Notunterkünften fanden sie Schutz vor dem Wirbelsturm Matthew.“ Nach dem Hurrikan konnten die Familien bald wieder in ihre Häuser zurückkehren, die glücklicherweise nicht stark beschädigt wurden.

Wir implementieren Aktivitäten der Katastrophenvorsorge, um Menschen zu helfen, Naturkatastrophen selbständig zu meistern und ihre Sicherheit bestmöglich zu verbessern. Zusätzlich untersuchen unser lokales Team und unsere Katastrophenhelfer die Bedürfnisse vom Wirbelsturm betroffener Kinder und Familien in Les Cayes (an der Südküste). Wir haben bereits Nothilfe-Sets mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln verteilt. Ausserdem planen wir den Bau von Unterkünften und eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung.

Unsere Projekte für Kinder und ihre Familien in Haiti unterstützen

 

Bildnachweis: © Tdh