COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.
06.10.2020 - Nachrichten

Kinderrechte im Mittelpunkt des Globalen Pakts für Flüchtlinge

Weltweit sind 52 Prozent aller Flüchtlinge unter 18 Jahre alt. Als Kinder haben sie spezifische, mit ihrem Alter und ihrem Zustand verbundene Bedürfnisse, die in der nationalen und internationalen Migrations- und Flüchtlingspolitik und in den entsprechenden Vorschriften berücksichtigt werden müssen.

Am 17. Dezember 2018 wurde der Globale Pakt für Flüchtlinge von der UN-Generalversammlung mit den Stimmen von 181 Staaten offiziell angenommen. Das Hauptziel dieser Einigung ist die Verbesserung der Situation von Flüchtlingen in den Aufnahmeländern durch die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den Staaten.

Die Initiative für Kinderrechte in den Globalen Pakten, unter dem gemeinsamen Vorsitz von Terre des Hommes International Federation (TDHIF) und Save the Children, hat ein neues Instrument geschaffen. Es soll Regierungen dabei helfen, den Globalen Pakt für Flüchtlinge kinder- und geschlechtssensibel umzusetzen. Die Publikation “Implementing the Global Compact on Refugees for Children; Examples of Child-Focused Work” - Umsetzung des Globalen Paktes für Flüchtlinge zugunsten von Kindern; Beispiele für kinderzentrierte Arbeit - zeigt verschiedene bewährte Verfahren auf, die weltweit eingesetzt werden, um Probleme in den Bereichen Kinderschutz, Bildung, Zugang zu Dienstleistungen, Aufbau von Fähigkeiten und Beteiligung sowie nachhaltige Lösungen anzugehen.

«Die aktuelle Pandemie hat die Vulnerabilität von Flüchtlingskindern und ihren Familien deutlich gemacht. Wenn es uns gelingt, ihre Rechte bei der Umsetzung des Globalen Paktes für Flüchtlinge zu gewährleisten, werden Millionen von Kindern auf der Flucht, ihre Familien sowie Flüchtlings- und Aufnahmegemeinschaften drastisch davon profitieren», sagte Caroline Horne, Projektleiterin bei der TDHIF.

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Die Initiative für Kinderrechte in den Globalen Pakten ist eine Partnerschaft von über 30 Organisationen. Diese arbeiten zusammen, um die Kinderrechte im Mittelpunkt der Beschäftigungen der unterzeichnenden Regierungen zu stehen und ein Kontinuum von Betreuung, Schutz und Unterstützung zu gewährleisten.

Die Initiative wird gemeinsam von Save the Children und Terre des Hommes International Federation präsidiert. Zu den Mitgliedern gehören: Caritas Internationalis; Child Fund Alliance; Committee on Migrant Workers (CMW); Committee on the Rights of the Child; Cross-Regional Center for Refugees and Migrants; Defence for Children International (DCI); Destination Unknown Campaign; Global Partnership to End Violence Against Children; Internationale Katholische Migrationskommission (ICMC); Internationaler Rat der Freiwilligenagenturen (ICVA); Internationale Koalition der Haftanstalten (IDC); Internationale Organisation für Migration (IOM); Internationales Rettungskomitee (IRC); Internationaler Sozialdienst (ISS); Barmherzigkeitskorps; die MHPSS-Kooperative für Kinder und Familien in Not; Migrantenforum in Asien (MFA); Gemischte Migrationsplattform (MMP); Lumos; NGO-Ausschuss für Migration; Norwegischer Flüchtlingsrat; Amt des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR); Amt des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR); Plan International; Plattform für internationale Zusammenarbeit für undokumentierte Migrant/inn/en (PICUM); Public Services International (PSI); Save the Children; SOS-Kinderdörfer; der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder; Terre des Hommes; Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF); World Vision