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15.03.2021 - Nachrichten

Libanon: Wenn das Leben erneut ins Wanken gerät

Im Libanon scheinen syrische Flüchtlinge vom Schicksal verfolgt zu werden. Nachdem sie vor dem Krieg geflohen waren, in der Hoffnung, sich im Nachbarland ein neues Leben aufzubauen, wurden sie von einer neuen Tragödie heimgesucht. Die Explosion, die letzten Sommer Beirut erschütterte, hat die wirtschaftliche und finanzielle Situation des bereits krisengeschüttelten Landes noch verschärft und die libanesische Bevölkerung in extreme Armut gestürzt. Die syrischen Flüchtlinge trifft es mit voller Wucht.

«Die Familie erholt sich langsam», berichtet Faten Moussa, eine Sozialarbeiterin von Terre des hommes in Beirut. Diese Worte bringen die ganze Kraft einer syrischen Familie zum Ausdruck, die ums Überleben kämpft, nachdem ihr Leben am 4. August 2020 erneut ins Wanken geraten ist. Die Explosion, die sich im Hafen von Beirut ereignete, hat Hunderte Opfer gefordert, ganze Quartiere der Hauptstadt zerstört, einem der fünf Kinder dieser Familie das Leben gekostet und deren Zuhause dem Erdboden gleichgemacht. Der 12-jährige Youssef* mochte seinen älteren Bruder sehr, der in der Explosion gestorben ist. Er steht seit dem Ereignis unter Schock und beginnt gerade erst wieder zu sprechen.

Die syrischen Flüchtlinge machen mehr als 20 Prozent der libanesischen Bevölkerung aus. Die meisten leben heute in Armut. Ihre Situation war schon vor der Katastrophe schwierig, aber seither ist ihr Alltag kaum zu ertragen. «Infolge der Wirtschaftskrise und der Explosion haben die meisten syrischen Flüchtlinge ihre Arbeit verloren», erklärt Faten Moussa. Es bestehen zahlreiche Hindernisse, den Lebensunterhalt zu verdienen. «Viele syrische Familien haben Angehörige verloren, die zum Haupteinkommen beitrugen», fährt sie fort. In Youssefs Familie war es der ältere Bruder, der für das Einkommen sorgte, da der Vater in Syrien gestorben war. Danach hat ein anderes Familienmitglied diese Aufgabe übernommen: Mit 14 Jahren arbeitet Bassem* viele Stunden lang unter schwierigen Bedingungen.

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Terre des hommes, seit drei Jahrzehnten im Libanon tätig, wurde nach der Explosion schnell aktiv. In Zusammenarbeit mit unserem libanesischen Partner INSAN betreuten wir rund hundert Familien, indem wir sie mit Gütern des täglichen Bedarfs, Lebensmitteln, Hygieneprodukten und finanzieller Hilfe versorgten. Wir führten zudem zahlreiche psychosoziale Aktivitäten durch und boten Kindern und Eltern in Schwierigkeiten individuelle Betreuung. Besonders stark betroffene Kinder wurden an PsychiaterInnen oder andere SpezialistInnen verwiesen.

Das war auch bei Youssef der Fall, um den sich eine Psychologin kümmerte. Vom Tod seines Bruders erschüttert, hat sich der Junge in sich selbst zurückgezogen, ist aggressiv geworden und hatte Suizidgedanken. Nach mehreren Behandlungen geht es ihm heute besser und er öffnet sich wieder. Was Bassem angeht, so haben wir ihn über seine Rechte informiert und seinen Arbeitgeber getroffen, damit er die Arbeitsstunden reduziert und die Häufigkeit der Pausen erhöht.

Eine Familie, für die abermals alles in die Brüche ging, die aber auch heute wieder die Kraft findet, sich aufzuraffen.

Spenden Sie, um Kinder und ihre Familien zu unterstützen, die vom Krieg in Syrien betroffen sind.

 

*Die Namen wurden zur Achtung der Privatsphäre geändert

Bildernachweis: ©Tdh/Bilal Koubaissi