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19.03.2012 - Nachrichten

Marokko: Terre des hommes stärkt die Rechte von migrierenden Frauen und Kindern

Quelle: MAP

Das Projekt «Tamkine-Migrants» zur Stärkung der Rechte von Migranten in Marokko wurde anlässlich eines nationalen Workshops zum Thema «Welche effektiven Rechte haben migrierende Frauen und Kinder in Marokko?» in Rabat vorgestellt. Sein Ziel ist es, mit direkten Aktionen für Betroffene sowie Lobbyarbeit bei den zuständigen Behörden die Verletzbarkeit migrierender Frauen und Kinder in Marokko zu mindern.

Das von der Europäischen Union (EU) und Terre des hommes gemeinsam finanzierte Projekt «Tamkine-Migrants» möchte insbesondere den Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Justiz von subsaharischen Migrantinnen und Kindern verbessern. Die Delegation von Terre des hommes in Marokko bringt ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Migration in dieses Projekt ein, das vor allem den am meisten gefährdeten Migranten Schutz bietet: Frauen und Kindern. Tdh hatte eine Vorphase des Projekts initiiert und unterstützt nun als Partner marokkanische Akteure bei der Verteidigung der Rechte von Migranten, insbesondere auch um deren Zugang zu Gesundheitsleistungen und Bildung sicherzustellen.

Der Botschafter und Delegationschef der Europäischen Union in Rabat, Eneko Landaburu, hob hervor, dass die Förderung der Menschenrechte ein wichtiger Schwerpunkt in der Zusammenarbeit zwischen der EU und Marokko sei. «Bei der Migration aus dem subsaharischen Afrika nach Marokko finden sich unter den Migranten immer mehr Frauen und Kinder, von denen viele nicht von ihren Eltern begleitet sind», betonte er und begrüsste die Aktion von «Tamkine», die nach Marokko einwandernden Frauen und Kindern in ihrem Zentrum eine menschliche Aufnahme biete. Die neue marokkanische Verfassung hält die Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit für alle fest und gibt internationalen Übereinkommen den Vorrang vor internem Recht. Mit der Einsetzung einer neuen Regierung im Januar 2012 bietet der neue institutionelle und politische Kontext eine gute Gelegenheit für eine Verbesserung des Rechtszugangs von migrierenden Frauen und Kindern.

Jamila Ait Blal, Präsidentin der Partnervereinigung Oum El Banine, unterstrich ihrerseits die unterschiedlichen von dieser NGO durchgeführten Aktionen, namentlich die Bereitstellung von Erfahrungen bei der Aufnahme und Betreuung unverheirateter Frauen, aber auch bei der administrativen Begleitung zur Identifizierung und Meldung von Neugeborenen. In Rabat arbeite die Vereinigung hauptsächlich daran, die Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Frauen mit Kleinkindern sicherzustellen.

Die einzelnen Redner betonten auch die Notwendigkeit, Mechanismen für den Rechtsschutz von Migranten in Transitländern einzuführen und die Schaffung einer Plattform für die Zusammenarbeit der verschiedenen in diesem Bereich tätigen Vereinigungen zu fördern.

Sie sprachen ausserdem vom Stellenwert der Rechte von Migranten in der nationalen und europäischen Politik, aber auch von der Notwendigkeit eines Mentalitätswandels, um den Schutz dieser Bevölkerungsgruppen sicherzustellen.

Das Projekt «Tamkine-Migrants» wurde im Mai 2011 mit einem Budget von einer Million Euro für eine Dauer von drei Jahren lanciert und wird in Rabat, Tanger und Oujda aktiv sein. Es basiert auf der Synergie komplementärer Kompetenzen und umfasst fünf Schwerpunkte: Gesundheit (Gesundheitsversorgung, Anlaufstellen…), Justiz (rechtliche und administrative Betreuung), Bildung (Zugang zu Schul- und Berufsbildung), Zivilgesellschaft (Sensibilisierung usw.) und Lobbyarbeit (Überzeugungskraft). Es wird von der NGO Tierra de Hombres (Terre des Hommes) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Oum El Banine (OEB) und der Groupe antiraciste d’accompagnement et de défense des étrangers et migrants (GADEM) umgesetzt.

“Weitere Informationen zu den Aktionen von Terre des hommes in Marokko”:/en/countries/marokko

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