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Diese Aktion wird in Zusammenarbeit mit Coop und Frupale SL durchgeführt. Das Unternehmen Frupale SL produziert seit drei Generationen Orangen in der Region Valencia (Spanien) und ist GLOBAL-G.A.P-zertifiziert und GRASP-auditiert, was eine umweltfreundliche Produktion sowie eine Arbeit garantiert, bei der die Gesundheit und und die Sicherheit der Arbeitnehmer im Vordergrund stehen.

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10.01.2019 - Nachrichten

Rohingya-Kinder, zwischen Exil und Überleben

In Sicherheit vor der Gewalt, deren Opfer sie in Myanmar waren, haben die Rohingya in Bangladesch in den Flüchtlingslagern von Cox’s Bazar mit anderen Missständen zu kämpfen. Entdecken Sie, wie Terre des hommes (Tdh) einem Teil der 550’000 Kinder hilft, Mangelernährung, Krankheiten und traumatische Erlebnisse zu überwinden.

In einer der Hütten aus Blachen und Bambusstangen, die im Lager von Kutupalong in der Region Cox’s Bazar im Süden Bangladeschs ein gigantisches Labyrinth bilden, herzt Nour* ihre acht Monate alte Tochter. Die 25-Jährige musste vor einem Jahr ihr Haus in Myanmar Hals über Kopf verlassen. Von der Reise erschöpft, brachte Nour kurz nach ihrer Ankunft ihr Töchterchen zur Welt. «Vor ihrer Behandlung war Ayesha* mager, schwach und sehr oft krank», erzählt sie.

Im Schrecken herangewachsen, im Exil geboren

Die kleine Ayesha erblickte im weltweit grössten Lager das Licht der Welt. Zu den bereits 200’000 hier niedergelassenen Rohingya sind weitere 700’000 hinzugekommen, um den erneuten Verfolgungen zu entkommen, deren Opfer diese muslimische Minderheit im birmanischen Gliedstaat Rakhine seit August 2017 wird. Morde, Vergewaltigungen, niedergebrannte Dörfer: Ein belastender UNO-Bericht spricht von Völkermord.

In einem der sieben Ernährungszentren von Tdh wird das Mädchen behandelt, was es ihr erlaubt, wieder ihr Normalgewicht zu erreichen. Andere Mütter und ihre Babys in kritischem Zustand gehen hier ein und aus. «Fast 15 Prozent der 450'000 Flüchtlingskinder leiden an schwerer Mangelernährung», erklärt Iris Mariad, Projektbeauftragter für Gesundheit bei Tdh. Unsere Ernährungszentren ermöglichten, mehr als 20’000 Kindern unter fünf Jahren zu Hilfe zu kommen und über 1500 schwangere und stillende Frauen zu beraten.

Die ersten tausend Lebenstage eines Kindes sind für dessen Entwicklung ausschlaggebend. Ernährungsmängel in dieser Phase können Wachstumsrückstände und eine Schwächung der kognitiven Fähigkeiten verursachen. «Mangelernährung macht Kinder krankheitsanfälliger, denn ihr Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, sie zu schützen», ruft Iris in Erinnerung.

Epidemien vorzubeugen

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Während Überschwemmungen und Erdrutsche für an Hängen wohnende Personen eine direkte Bedrohung darstellen, erhöhen die sintflutartigen Regenfälle des Monsuns zwischen Juni und September auch die Gefahr für Epidemien wie Cholera, weil sie das Wasser verseuchen.

Um eine Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, reicht es folglich nicht, die Mangelernährung zu bekämpfen, es braucht auch Massnahmen zur Verbesserung der Hygiene und Wasserqualität. Tdh bemüht sich deshalb verstärkt, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, indem Wasserquellen mit Chlor behandelt werden, setzt aber auch Latrinen instand. Parallel dazu werden Familien für Hygienemassnahmen sensibilisiert. Der Wasserbedarf und die sanitäre Grundversorgung von über 30’000 Flüchtlingen konnten dank unseren Projekten gewährleistet werden.

Und danach?

Die Monsunzeit ist vorüber, was die Rohingya-Familien etwas aufatmen lässt. Die Herausforderungen des täglichen Überlebens bleiben aber bestehen, ebenso die psychischen Wunden, die geheilt werden müssen, und die zwischen den Gast- und Flüchtlingsgemeinschaften aufkommenden Spannungen, die es zu lindern gilt. Sakib Nazmul, Koordinator für psychosoziale Hilfe bei Tdh, selbst Bangladescher, beobachtet in seiner Gemeinschaft eine gewisse Frustration: «Die Lokalbevölkerung war zu Beginn sehr hilfsbereit, doch dieses Gebiet war schon vor der Krise sehr arm. Jetzt hat sich hier fast eine Million vollkommen mittelloser Menschen niedergelassen.» Unser nächster Stützpunkt wird in einem Gebiet liegen, in dem beide Gemeinschaften leben. Das Projekt wird Rohingya und Bangladeschern Hilfe anbieten, um eine nachhaltigere Wirkung zu erzielen. Selbst wenn sich niemand auszumalen wagt, dass die Krise noch sehr lange andauern könnte. Nour möchte nicht, dass ihr Kind in einem Lager aufwächst. «Sie braucht einen festen Ort, an dem sie leben kann.» Jedoch wie viele Rohingya ist die junge Frau noch terrorisiert vom Erlebten in Myanmar und fürchtet das Risiko erneuter Leiden zu sehr, um an eine Rückkehr zu denken.

Schauen Sie unseren Film über den Einsatz von Tdh für die Rohingya-Flüchtlingskinder.

* Zum Schutz der Privatsphäre geänderte Namen

Bildernachweis: ©Tdh

Im grössten Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch hat Karim seine Träume und ein bisschen Kindheit wiedergefunden - dank den Räumen für Kinder, die Terre des hommes (Tdh) in Cox’s Bazar eingerichtet hat.

Karim, hat seine Kinderträume wiedergefunden

Zum vollständigen Erfahrungsbericht