15.09.2017 - Nachrichten

Schulheimweg in Haïti: Irma kreuzt den Weg

Der Hurrikan Irma verschlimmert die prekären Lebensbedingungen von Familien und ihren Kindern. „Hinsichtlich Wiederaufnahme des Schulbetriebes gestaltet sich die Situation wegen den Überschwemmungen sehr schwierig, weil die Verwüstungen beachtliche materielle Verluste mit sich brachten“, berichtet Joanitho, unser Ko-ordinator zum Schutze des Kindes auf Haïti.

Nachdem in Haïti das Schlimmste und Stürme von bis zu 300km/Std. befürchtet wurden, zeigt sich glücklicherweise ein positives Bild in Bezug auf menschliche Verluste. Hingegen sind die materiellen Schäden mit mehr als 8000 betroffenen Häusern im Nordosten des Landes immens. Viele Bewohner haben wegen der Überschwemmungen alles verloren: „Das Wasser stieg bis zum Dach, die Familien dort konnten nichts mehr retten.“ Für viele Kinder ist es unmöglich, wieder in die Schule zu gehen. Die Ernte und das Vieh sind ebenfalls verloren, was diese gefährdeten Familien noch ärmer werden lässt.

Tdh beabsichtigt die Opferfamilien zu unterstützen, indem ihnen z.B. kleine lukrative Aktivitäten vorgeschlagen werden und die Kinder zu einer schnelleren Rückkehr in die Schule begleitet werden. Ausserdem wurden schon Hygiene-Kits verteilt, um dem erhöhten Risiko einer erneuten Cholera-Epidemie entgegen zu wirken. Des Weiteren werden wir die am schwersten betroffenen Gemeinden auf die Wichtigkeit von sauberem Trinkwasser hinweisen.

Bildernachweis: ©Tdh