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14.03.2018 - Nachrichten

Syrien: Neue Lebensgrundlagen für Familien schaffen

Der Konflikt in Syrien dauert bereits seit 2011 an. In dieser Zeit wurden Städte zerstört und Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Auch heute finden immer noch täglich Kampfhandlungen statt. Die Familien und Kinder, die noch vor Ort sind, sind mehr denn je auf unsere Hilfe angewiesen.

Seit Beginn der Syrienkrise im März 2011 sind gemäss UNHCR über 5.6 Millionen Menschen geflüchtet, während 6.1 Millionen Syrer, fast die Hälfte davon Kinder, innerhalb des Landes aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Familien, die sich noch in Syrien befinden, leben oft unter schwierigsten Bedingungen und erleben Kampfhandlungen an vielen Orten täglich: Millionen von Häusern wurden in den letzten sieben Jahren zerstört und ganze Städte in Schutt und Asche gelegt. Trotzdem beginnen einige Familien an ihre Herkunftsorte zurückzukehren und sich eine neue Existenzgrundlage aufzubauen.

„Ein Grossteil der Quartiere in Homs sind fast vollständig zerstört. Trotzdem kommen Familien dorthin zurück. Sie brauchen daher dringend sichere Unterkünfte, Schutz gegen die Kälte und Zugang zur Gesundheitsversorgung. Man muss es den Familien ermöglichen, langsam wieder ihr Leben aufzunehmen und sich versorgen zu können“, berichtet Steve Ringel, Nothilfeleiter bei Terre des hommes (Tdh), welcher zu Beginn des Jahres vor Ort war.

Seit sechs Jahren sind wir mithilfe unserer Partnerorganisation in Syrien tätig und betreiben ein Gemeindezentrum in Jaramana, in der ländlichen Zone von Damaskus, unweit von Ost-Ghouta. Dort werden Güter des täglichen Bedarfs verteilt und psychosoziale Aktivitäten angeboten. 1500 vom Krieg traumatisierte Kinder und Eltern wurden zudem psychologisch unterstützt.

„Hilfeleistungen sind in Syrien besonders schwierig zu bewerkstelligen, da viele Gebiete schwer zugänglich sind, durch Sanktionen kaum Material vorhanden ist und an einigen Orten noch weiter gekämpft wird. Doch sind diese dringend nötig. Oft waren Kinder schon seit Jahren nicht mehr in der Schule, viele von ihnen müssen arbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie mitzuverdienen, erklärt Steve Ringel.

Seit Beginn des Syrienskonflikts engagiert sich Tdh für syrische Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Äygpten und Griechenland. In Syrien möchten wir unsere Projekte nun auf weitere Städte ausdehnen, um es den Kindern und Familien zu ermöglichen, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen.

Helfen Sie uns, syrische Kinder zu unterstützen.

Bildnachweis: © Tdh/Ollivier Girard