COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.
26.10.2018 - Nachrichten

Tsunami in Indonesien: erste Momente des Einsatzes unseres Teams

Am 28. September 2018 verwüsten ein Erdbeben und der darauffolgende verheerende Tsunami die indonesische Insel Sulawesi. Nach den neuesten Schätzungen haben 1500 Menschen ihr Leben verloren, und 5000 werden immer noch vermisst. Ein Nothilfeteam von Terre des hommes (Tdh) war vor Ort, um die Bedürfnisse von Kindern und Familien zu ermitteln. Folgen Sie in Bildern den ersten Schritten ihrer Situationsanalyse.

Wenige Stunden nach der Katastrophe berichten die Medien von Hunderten Toten, von ganzen vom Erdboden verschluckten Dörfern, von Tausenden Vermissten. In Lausanne wird in den Büros von Terre des hommes das für humanitäre Nothilfe zuständige Team sofort aktiv. In einer ersten Koordinationssitzung analysieren unsere Mitarbeitenden die Lage, den Kontext, die dringendsten Bedürfnisse von Kindern und Familien. Die Schwere der Katastrophe und ihrer Folgen sowie die Aufforderung der Behörden des Landes an die Organisationen, sich zu mobilisieren, erfüllen die Kriterien für die Lancierung eines Nothilfeeinsatzes.

Tdh Indonesia staff emergency

Sobald sich Tdh für einen Einsatz auf der Insel Sulawesi entschieden hat, gilt es eine Nothilfeteam zusammenzustellen, das sofort abreisen kann und das für diese Aufgabe notwendige Know-how besitzt: ein Nothilfekoordinator, ein oder zwei Experten je nach den identifizierten Bedürfnissen und ein Logistiker, der sich um die vielen praktischen Herausforderungen kümmert. Die Wartezeiten an den Flughäfen werden genutzt, um Arbeitssitzungen zu halten.

Indonesia tsunami earthquake Tdh humanitarian help children

Nach stundenlanger Reise, um die am schwierigsten zugänglichen Gebiete zu erreichen, kann unser Team das Ausmass des Schadens analysieren. „Die Menschen haben Angst, zu Hause zu schlafen, also schlagen sie Zelte direkt vor ihren Häusern auf und Lager werden in der ganzen Region aufgebaut“, sagt unser Mitarbeiter Joakim Loeb bei seiner Ankunft. Mehr als 67‘000 Häuser wurden zerstört und fast 83‘000 Menschen durch das Erdbeben vertrieben. „Tdh interessiert sich, mit den Bevölkerungsgruppen ausserhalb der von grossen Zerstörungen betroffenen Regionen zu arbeiten; dort, wo es noch wenige humanitäre Hilfsorganisationen gibt. In diesen Bereichen führen wir eine Situationsanalyse durch.“

Kinder gehören zu den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen bei Naturkatastrophen. Tausende von ihnen sind vom Erdbeben betroffen; sie sind nun obdachlos und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Unser Team traf sich mit den Familien, um ihre dringendsten Bedürfnisse zu ermitteln und den effektivsten Weg zu finden, diese zu erfüllen.

Die Regelung der Arbeitserlaubnis und die Notwendigkeit, mit lokalen Partnern zusammenzuarbeiten, ermöglichen der humanitären Hilfe, effizienter und koordinierter vorzugehen. Wir müssen also lokale Organisationen finden, mit denen wir kooperieren können. Die Situationsanalyse muss in einen schriftlich festgehaltenen Aktionsplan münden, den die Organisation dann institutionellen Geldgebern vorlegt, mit dem Ziel, Finanzierungsmittel für den humanitären Nothilfeeinsatz zu beschaffen.

Wir sind auch auf Ihre Unterstützung angewiesen, um unseren Einsatz für die von der Katastrophe betroffenen Kindern fortzusetzen. Ihre Spende zählt!

Bildnachweis: ​© Tdh/Joakim Loeb