COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Fatoumata, 10 Jahre,
das erste Kind aus Mali, welches von Spezialbehandlungen in der Schweiz profitiert

Fatoumata ist zuversichtlich und mit grosser Lust, ihre Reise ins Leben fortzusetzen, am Internationalen Flughafen Genf gelandet. Sie ist seit ihrer Geburt herzkrank und musste die Schule abbrechen, um näher an einem Spital zu wohnen.

Der Beginn eines neuen Lebens

Fatoumata stammt aus einer Familie mit 13 Kindern aus der Region von Kayes. Sie ist seit ihrer Geburt herzkrank. Um näher an einem Spital zu sein, musste sie die Schule abbrechen, um bei ihrem Onkel in Bamako, der malischen Hauptstadt, unterzukommen. Nachdem das junge Mädchen durch ein lokales Team ermittelt werden konnte, wurde es ihr von Tdh ermöglicht, einen dreimonatigen medizinischen Aufenthalt im Rahmen des Programms der Spezialbehandlungen von Tdh unternehmen.

Bei ihrer Ankunft in Genf wurde Fatoumata von einem Tdh-Team in Empfang genommen. Sie war glücklich überrascht in ihrer Muttersprache, Bambara, mit einem Mitglied des Teams sprechen zu können. Sie gewann Vertrauen und erzählte schüchtern: „Meine Eltern sind in Mali mit meinen Brüdern und Schwestern geblieben. Ich war in einer Koranschule eingeschrieben, doch wegen meiner Krankheit konnte ich sie schliesslich nicht mehr besuchen. Ich freue mich, bald wieder gesund zu sein."

Weit weg von der Sonne von Bamako und noch müde von der Reise schmiegt sich Fatoumata in ihren schwarzen Pullover. Auf dem Weg zu den ersten medizinischen Untersuchungen gewinnt ihre Neugier jedoch Oberhand. Sie betrachtet ruhig die Landschaft. Als sie im Spital von Aigle ankommt, ist sie trotz der Anwesenheit von Ärzten und Krankenpflegern von einer Statue vom Weihnachtsmann entzückt. Nach ersten Untersuchungen wird das Mädchen im Genfer Universitätsspital (HUG) operiert. Danach erfolgt ihre Genesung im Pflegeheim Maison de Massongex.