Irfan, 16 Jahre alt,
Hilfsempfänger von Terre des hommes in Peschawar

«Als mein Bruder und ich nach dem Tod unserer Eltern zu arbeiten anfingen, war ich zehn Jahre alt. Ich wurde wie Vieh behandelt und als ich mich später allein auf der Strasse wiederfand, verlor ich jegliche Hoffnung.»

Von der Strasse auf die Schulbank

«Nachdem wir unsere Eltern verloren hatten, waren mein Bruder und ich gezwungen, in Lahore arbeiten zu gehen. Ich war damals zehn Jahre alt. Wir fanden Arbeit auf einer Büffelfarm. Schliesslich hat sich mein Bruder beim Besitzer Geld geliehen, um in Peschawar einen eigenen Gemüsehandel aufzubauen. Von da an musste ich mich alleine um die Büffel kümmern. Ich wurde wie das Vieh behandelt: Ich schlief im Stall, durfte nicht weggehen, hatte niemanden, mit dem ich reden oder spielen konnte und wurde von den Wächtern schikaniert. Als ich 15 Jahre alt war, hat mich mein Bruder geholt und ich lebte alleine mit ihm in Peschawar. Er ging jeweils frühmorgens auf den Markt, während ich durch die Strassen zog. Eines Tages hat mich ein Sozialarbeiter von Terre des hommes in ein Betreuungszentrum für Kinder gebracht, in dem die Organisation Flowers Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten anbietet. Ich beschloss, jeden Tag dorthin zu gehen, und nach sieben Monaten haben mich die Lehrer in die Schule eingeschrieben. Ich habe Bücher, eine Schultasche, eine Uniform und Schuhe bekommen. Ich fühle mich immer noch ein bisschen anders als die anderen Schüler, aber ich bin in Sicherheit und habe einen Grund, stolz zu sein.»

Name geändert