Céline Lefebvre,
MENA-Regionsleiterin

„Weltweit sollten wir uns bewusst sein, dass Kinder die Hauptopfer von Konflikten sind, und dass sie zuallererst berücksichtigt werden müssen, wenn wir drastische Auswirkungen auf das Wohl, die Sicherheit und Bildung von Generationen verhindern wollen."

Die Situation syrischer Flüchtlingskinder

„Millionen von der Krise betroffene Kinder und Jugendliche befinden sich in einer verzweifelten Notlage ohne Bildung und Schutz, fallen der Gewalt zum Opfer oder werden gar von ihren Familien getrennt. Terre des hommes konzentriert sich deshalb insbesondere auf den Kinderschutz und das Thema Migration in humanitären Krisen. Wir verfolgen einen Menschenrechtsansatz und bieten Kindern psychosoziale Hilfe und individuelle Unterstützung mit dem langfristigen Ziel, ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Wie bekannt ist, hat die komplexe Syrienkrise unvorhersehbare soziale und wirtschaftliche Folgen mit sich gebracht. Knapp 5 Millionen syrische Flüchtlinge wurden dabei in benachbarte Länder vertrieben; nicht zu vergessen die geschätzten 6 Millionen, die allein innerhalb Syrien umsiedeln mussten. Dieser demographische Schock hat syrische Flüchtlinge, sowie deren Aufnahmegemeinschaft, in eine sehr schwierige Situation gebracht. Die Grundbedürfnisse von Kindern sind nicht gedeckt und sie finden keine sichere und geschützte Umgebung, welche ihnen jedoch zustünde. Das Fehlen von Bildung und anderen Möglichkeiten trägt weiter zum Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Isolation bei.

Als Teil der #NoLostGeneration-Initiative helfen wir die Auswirkungen dieses Umstands zu verhindern, nämlich den Verlust einer Generation. Uns ist ebenfalls wichtig, die gemeinsame Kampagnenarbeit der Initiative zu unterstützen, indem wir den Stimmen der syrischen Kinder und Jugendlichen Gehör verschaffen: durch ihre Geschichten und Aussagen.