COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Luisa, 9 Jahre alt,
intern Vertriebene in der Region Córdoba, Kolumbien

«Plastiksäcke ersetzten unsere Toiletten, die wir anschliessend im Garten vergraben mussten. Jetzt, wo wir eigene Toiletten haben, ist es viel besser. Wir haben auch Duschen, in denen wir sicherer sind.»

Luisa, hier mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter, musste auf der Flucht vor Gewalt ihr Dorf verlassen. Die Familie ist eine der rund 1500 vertriebenen Familien, die 2011 aufgrund des Konflikts zwischen der kolumbianischen Regierung, den paramilitärischen Gruppen und den Guerillas am Rand von Córdoba Zuflucht gesucht haben. In den Bergdörfern, aus denen sie stammen, hatten die meisten Familien keine privaten Toiletten. Viele der Dorfbewohner hatten sogar noch nie eine Toilette benutzt. Die Region, in der die Vertriebenen nun leben, wird häufig von Überschwemmungen heimgesucht, was zu wasser-, abwasser- und hygienebedingten Gesundheitsrisiken führt.

Mit Unterstützung der Glückskette hat Terre des hommes 400 private Toiletten errichtet und die Familien in deren Nutzung und Unterhalt geschult. Die sanitären Anlagen sind so konzipiert, dass sie den Überschwemmungen standhalten und ausserdem genügend Platz aufweisen, damit sich Mädchen und Frauen in Sicherheit waschen können. Kleine Mädchen wie Luisa werden so vor wasserbedingten Krankheiten geschützt und fühlen sich zudem sicherer. Dank dem gemeinsamen Einsatz mit der Gemeinde von Tierralta, konnten so 1'708 Menschen, davon 235 Kinder unter fünf Jahren, von den Toiletten profitieren.