COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Barbara Hintermann,
Generaldirektorin von Tdh

"Tdh wird weiterhin innovative Ansätze entwickeln, die angepasste, wirksame und verantwortungsvolle Antworten auf die Bedürfnisse der Kinder von heute bieten."

Barbara Hintermann, Generaldirektorin von Tdh, spricht über unsere Zukunft

Wie sind unsere Vergangenheit und die Zukunft von Tdh miteinander verbunden?

«Wir können unsere Geschichte nicht ignorieren. All das Fachwissen und die Erfahrung, die wir erworben haben, beruhen auf unserer Vergangenheit. Tdh zeichnet sich als NGO in der Schweiz durch all die Menschen aus, die uns unterstützen, wie zum Beispiel die Freiwilligen, die auch unsere Wortführer sind.»

Welchen Herausforderungen sieht sich Tdh in der Welt gegenüber?

«Es gibt viele Faktoren, die die Achtung der Kinderrechte beeinträchtigen. In jüngster Zeit hat die Covid-19-Krise die Situation weiter verschärft, da benachteiligte Kinder häufig unter der Kette der indirekten Folgen der Pandemie leiden. 1,5 Milliarden Kinder auf der ganzen Welt sind von der Schliessung von Schulen betroffen, was das Risiko der Unterernährung erhöht, da die Schüler hier oft ihre Hauptmahlzeit erhalten. Dies übt Druck auf die Eltern aus, da sie ein neues Einkommen finden müssen, um diese Lebensmittelkosten zu decken. Der Stress der Eltern kann manchmal in gewalttätiges Verhalten gegenüber ihren Kindern ausarten. Die Kinder selbst sind manchmal gezwungen, zu arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen, was ihre Ausbildung gefährdet und langfristig das Risiko erhöht, die Schule abzubrechen.»

Wie positioniert sich Tdh in den kommenden Jahren?

«Wir räumen den Rechten und dem Schutz der Kinder Priorität ein. Wir werden weiterhin besonders darauf achten, die Gesundheit von Kindern unter fünf Jahren zu verbessern und Kinder zu schützen, die von Migration betroffen sind oder mit dem Gesetz in Konflikt stehen. Das können wir nur in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Gemeinden erreichen.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Stärkung der Beteiligung von Kindern. Nicht nur, indem wir ihre Bedürfnisse ermitteln, sondern auch indem wir herausfinden, wie wir am besten auf diese eingehen können. Wir haben zum Beispiel die Initiative #CovidUnder19 ins Leben gerufen, die die Meinungen von Kindern darüber sammelt, wie man auf die Pandemie reagieren soll.

Tdh wird weiterhin innovative Ansätze entwickeln, die angepasste, wirksame und verantwortungsvolle Antworten auf die Bedürfnisse der Kinder von heute bieten. Dazu gehören z.B. die digitale Gesundheit oder die Nutzung von Online-Plattformen für Kinderschutzexperten..

All dies können wir nur gemeinsam mit dem Engagement unserer Mitarbeitenden, unserer Begünstigten, unserer lokalen Partner, unserer Spender und Spenderinnen sowie aller, die uns unterstützen, erreichen. Ihr seid es, die uns zum Leuchten bringen.»