leDA - eine innovative Technologie, um Kinderleben zu retten

leDA stärkt mit einer Innovation die medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten Westafrikas: eine Tablet-basierte mobile Anwendung verbessert durch bessere Diagnose die medizinische Versorgung von Kindern.

leDA*: Vier Buchstaben, um das Leben von Kindern in Westafrika zu verbessern. Die App basiert auf dem klinischen Protokoll (IMCI) der WHO und führt das Gesundheitspersonal durch die Diagnose bei der Behandlung von kranken Kindern. Die Daten werden zu Analyse-, Berichterstattungs- und Qualitätskontrollzwecken gespeichert und verarbeitet. leDA wurde von Tdh 2014 als Pilotprojekt in 39 Zentren im Departement Tougan in Burkina Faso eingeführt.

 

Eine bessere Diagnose

Was als Pilotprojekt in einem Departement begann, ist heute eine wichtige technologische Innovation: beinahe 40% aller Gesundheitszentren (mehr als 720) in Burkina Faso benutzen mittlerweile leDA. Ende 2017 wurde leDA auch in Mali eingeführt. Tausende von Gesundheitsexperten setzen leDA jeden Monat bei mehr als 200,000 medizinischen Untersuchungen in Burkina Faso ein. Ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Kindern in ländlichen Gebieten: die Diagnose ist einfacher und die Behandlungen können auf die medizinischen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt werden. Mit mehr als zwei Millionen Kindern, die mit diesem Tool untersucht worden sind, hat Tdh weiter dazu beigetragen, das Recht auf Gesundheit von Kindern in Westafrika zu garantieren.

 

Daten zum besseren Verständnis der Situation vor Ort

In Burkina Faso liefert IeDA wichtige Informationen aus erster Hand für die nationale Bevölkerungsstatistik. Die Datenerhebung in Echtzeit gibt wertvolle und wichtige Informationen, um Anzeichen einer sich ausbreitenden Epidemie frühzeitig zu erkennen.

 

Schulung des Personals

Durch E-Learning stärkt leDA die Kompetenz des Personals vor Ort in ländlichen Gegenden. «Dies ist ein weiterer Vorteil dieses Produkts: Es verfügt über Coaching- und Supervision-Systeme, und ermöglicht uns, die Ausbildung von Beschäftigen des Gesundheitswesens zu verbessern, um die Diagnose und Behandlung vom Patienten effizienter zu machen», sagt Thierry Agagliate, Mitbegründer des Projekts.

 

Resultate

Ziel von leDA ist es, die qualitative Gesundheitsversorgung in Westafrika nachhaltig zu gestalten. Die London School of Hygiene and Tropical Medicine hat den Effekt und die Kosten von leDA in Burkina Faso bewertet. In den Gesundheitszentren, die IeDA anwenden, werden 92% der Kinder unter fünf Jahren mit der Innovation diagnostiziert. Die Ergebnisse belegen deutlich die hohe Akzeptanz und einen Rückgang übermässiger Verschreibung von Medikamenten zwischen 6 und 15%. Wenn IeDA benutzt wird, kann man eine Verbesserung von 50% in der Einhaltung des IMCI-Protokolls feststellen. Eine landesweite Implementierung würde die Kosten pro Gesundheitszentrum von 33 bis 66 CHF im Monat senken.

Schauen Sie das Interview von Karl Blanchet, Forschungsleiter des IeDA-Projekts

 

Ausblick

2018 haben wir gemeinsam mit World Vision und Aktion gegen den Hunger ein Konsortium ins Leben gerufen, um das Thema Unterernährung im Tool zu integrieren und um den Einsatz auf die Nachbarländer auszudehnen. In Zukunft wird Tdh leistungsstarke Algorithmen mit Hilfe der künstlichen Intelligenz entwickeln, um die Qualität der medizinischen Konsultationen in Echtzeit zu bewerten und medizinische Teams in verschiedenen Kontexten zu unterstützen.

 

Sehen Sie sich unseren Dokumentarfilm in Burkina Faso an:

 

 

 

Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit:

  • Gesundheitsministerium von Burkina Faso und Mali;

  • Dimagi (USA), unserem Technologiepartner, der die Apps entwickelt und wartet;

  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (UK), die drei unabhängige Studien durchführt, um die Projektwirkung, Kosteneffizienz und Machbarkeit zu untersuchen;

  • Schweizerisches TPH - Verbesserung des Algorithmus und Projektanalyse;

  • EPFL, die mit IeDA arbeitet - Entwicklung neuer Tools zur Verbesserung der Diagnostik bei Unterernährung;

  • Universitätsspital Genf (Schweiz), das forscht, um Daten nutzbar zu machen und deren Bedeutung zu erschliessen.

 

Mehr erfahren: www.ieda-project.org

 

„Dank IeDA konnten wir die Anzahl von Fehldiagnosen drastisch senken. Kinder erhalten so eine bessere Behandlung.“

Dr. Robert Kargougou, Generalsekretär des Gesundheitsministeriums von Burkina Faso

Zum vollständigen Erfahrungsbericht
 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

2011
Pilotprojekt in drei Distrikten Burkina Fasos (Yako, Tougan, Séguénéga) mit REC («Registre Electronique de Consultation» bzw. «Digitales Patientenerfassungssystem»). REC 1.0 wird auf Notebooks verwendet.
2014
Entwicklung und Lancierung von REC 2.0 in den drei Pilotdistrikten. Das REC ist jetzt eine mobile App für Tablets.
2015-2016
Das REC wird in weiteren Distrikten eingeführt, um 270 Kliniken zu erreichen.
2016
Lancierung der E-Learning App. Gesundheitspersonal kann sein medizinisches Wissen verbessern, um Patienten besser zu behandeln.
2018
IeDA wird in 30% der Gesundheitszentren von Burkina Faso und in 40 Zentren in Mali angewendet.
Courage Nr. 57 - Kann die Digitalisierung Leben retten?
Bulletin humanitaire OCHA_Mali_IeDA_2016
Coupure de presse_IeDA_2016

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