27.09.2017 - Pressespiegel

Glückskette ruft zu Spenden für Rohingya-Flüchtlinge auf

Die Glückskette ruft zu Spenden für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch auf. Die aus Myanmar geflüchteten Rohingya befänden sich in einer humanitären Notlage; Soforthilfe sei dringend nötig, schreibt die Glückskette in einer Mitteilung.

In den Flüchtlingslagern in Bangladesch herrsche Nahrungsmittel- und Wasserknappheit und die meisten Menschen hätten keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Viele haben auch keine Unterkunft - und dies während der Monsunzeit mit ihren heftigen Regenfällen.

Fünf Partnerhilfswerke der Glückskette sind bereits vor Ort, um die Nothilfe vorzubereiten: Handicap International, Save the Children, Helvetas, Medaire und Terre des Hommes.

Wegen der Notlage in den Flüchtlingslagern habe die Regierung von Bangladesch im Land vertretene Hilfsorganisationen um Unterstützung gebeten, schreibt Terre des Hommes in einer Mitteilung vom Dienstag. Die NGO ist seit 1974 in Bangladesch tätig.

"Unsere Absicht ist es, für mindestens 30'000 Personen den Zugang zu Wasser und besserer Hygiene sicherzustellen", wird Lionel Lafont, Landesverantwortlicher der Organisation in Bangladesch im Communiqué zitiert. Zudem werde Terre des Hommes beim Aufstellen von Unterkünften helfen.

Viele Kinder unter Flüchtlingen

"Die Mehrheit der Rohingya-Flüchtlinge sind Kinder, viele sind von der Flucht traumatisiert. Sie zu schützen, ist unsere oberste Priorität", wird Lafont weiter zitiert. Die Organisation leistet Hilfe im Gebiet Cox's Bazar, wo die meisten Flüchtlinge aus Myanmar angekommen sind. Um schnell eingreifen zu können, hat sie eigene Mittel freigegeben.

Die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas stellt 250'000 Franken zur Verfügung, wie sie am Mittwoch bekannt gab. Für besseren Zugang zu Trinkwasser arbeite sie an Lösungen mit Grundwasserbohrungen und der Desinfektion von Wasser aus unsicheren Quellen.

Zudem bereite Helvetas die Verteilung von Hygienesets vor. Damit könne der Ausbruch von lebensbedrohlichen Krankheiten verhindert werden. "Die Situation ist unübersichtlich, das Leid ist unvorstellbar. Die Menschen stehen vor dem Nichts. Hunger und eine Choleraepidemie drohen", wird Kaspar Grossenbacher, Landesdirektor von Helvetas Bangladesch, in der Mitteilung zitiert.

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