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CLARISSA: Handlungsorientierte Forschung, um Kinderarbeit in Asien zu stoppen

Mit dem Konsortium CLARISSA generiert Tdh innovative und angemessene Lösungen zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit in Bangladesch, Myanmar und Nepal.

Das kinderorientierte Handlungsforschungsprojekt Clarissa möchte die wichtigsten Antriebsfaktoren, welche hinter den schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit stehen, aufdecken und innovative Lösungen entwickeln, um diese zu verhindern.

Weltweit werden 152 Millionen Kinder durch Kinderarbeit ausgebeutet; fast die Hälfte von ihnen - 73 Millionen Kinder - arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Mit dem Projekt unterstützt Tdh Kinder, die arbeiten und jene, die dafür gefährdet sind. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Kindern und Familien situationsgerechte Lösungen für Kinder zu entwickeln, damit sie nicht in gefährliche, ausbeuterische Arbeitsformen geraten.

 

Handlungsorientierte Forschung basierend auf den Erfahrungen der Kinder

Im CLARISSA-Projekt sammeln Tdh und ihre Partnerorganisationen 1200 Berichte von Kindern, die von Kinderarbeit in BangladeschMyanmar und Nepal betroffen sind, um die Situation in Asien zu analysieren.

Die Kinder nehmen aktiv an der handlungsorientierten Forschung teil: Sie werden dabei unterstützt, selbst gelebte Erfahrungen von Gleichaltrigen zu sammeln, und sie werden die Erkenntnisse auswerten. Sie werden versuchen herauszufinden, warum eine bestimmte Situation gefährlicher Kinderarbeit existiert; Wenn zum Beispiel ein 12-Jähriger ohne Eltern in der Lederindustrie arbeitet und Chemikalien ausgesetzt ist, könnten die Gründe das Fehlen von Eltern, von Bildung oder von Gesetzen sein. In einem nächsten Schritt werden Kinder, ihre Eltern und Mitglieder ihrer Gemeinschaften Aktivitäten und innovative Lösungen vorschlagen, um die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu bekämpfen, sie prüfen und anschliessend bewerten.

Dieser Ansatz kombiniert das Sammeln von Fakten und das Lernen durch Handeln. Die Forschungsthemen betreffen Innovation im Sozialschutz, positive Familiendynamik und soziale Normen, Aufdeckung und Reduzierung von ausbeuterischer Arbeit in Versorgungsketten sowie Kinderbeteiligung.

Kinder setzen sich für ihre Rechte ein

Kinder werden Teil von Kinderclubs, die mit Regierungsstellen, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Unternehmen und globalen Foren in Verbindung stehen, wo sie sich zu Wort melden, über die Erfahrungen von Kindern in gefährlichen Arbeitssituationen informieren und Lösungen vorschlagen können.

Finanzielle Unterstützung für von Kinderarbeit Betroffene in Bangladesch

In Bangladesch unterstützt Tdh 1500 in Slums lebende Familien mit Kindern, die von gefährlicher Kinderarbeit betroffen sind, zum Beispiel in der Lederindustrie. Sie erhalten finanzielle Unterstützung, werden von Sozialarbeitenden betreut und erhalten die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu machen. Wir sensibilisieren auch ihre Gemeinschaften für die schlimmsten Formen der Kinderarbeit und wie man sie verhindern kann.

Ziel des Projekts ist es, die Zahl der Kinder, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, zu reduzieren und dies mit der Beteiligung der betroffenen Kinder zu erreichen.

 

Mehr erfahren: clarissa.global

 

Die Mitglieder des CLARISSA-Konsortiums sind:The Consortium of Institute of Development Studies, Terre des hommes Foundation, ChildHope, the Consortium of Street Children.

 

Bildernachweis: ©Tdh/ Jean-Marie Jolidon, Gonzalo Bell

Verlinkte Dokumente

CLARISSA: Emerging Evidence Report
Children’s Engagement With Exploitative Work In Dhaka, Bangladesh
Modern Slavery Prevention And Responses In Myanmar: An Evidence Map
Social Norms, Labour Intermediaries, And Trajectories Of Minors In Kathmandu’s Adult Entertainment Industry

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