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Kabaddi: ein Sport, der Mädchen in Indien stärkt

Das Kabbadi-Projekt von Tdh nutzt den traditionellen, von Männern dominierten Sport Kabaddi, um Migrantinnen zu befähigen und ihr Selbstvertrauen zu stärken, sicherere Entscheidungen zu treffen, damit sie eine Zukunft schaffen können, die sie führen wollen und die frei von Kinderheirat, geschlechtsspezifischer Gewalt und Menschenhandel ist.

Migrierende Familien in Westbengalen sind besonders gefährdet für sexuellem Missbrauch und Menschenhandel, und Kinderheirat ist nach wie vor gängige Praxis. Wir nutzen Kabaddi, einen traditionellen, von Männern dominierten Sport, um Mädchen und junge Frauen aus 60 Migrationsgemeinschaften zu stärken.

Die Armut drängt Familien zur Migration und zur Ansiedlung in Slums, wo es oft keine sanitären Einrichtungen und kein sauberes Trinkwasser gibt. Diese Bedingungen verstärken die Gewalt und Diskriminierung von Mädchen und jungen Frauen in einem Kontext patriarchalischer sozialer Werte. Viele können nicht zur Schule gehen und werden stattdessen zum Betteln oder zur Arbeit geschickt. Menschenhändler versprechen den Mädchen besseres Leben in der Stadt, überreden sie wegzulaufen und verheiraten sie anschliessend. Viele enden in Situationen häuslicher Gewalt oder in der Prostitution.

Gegen geschlechtsspezifische Gewalt und unsichere Migration durch Sport

Über unseren Partner Praajak bieten wir regelmässige Aktivitäten an, bei denen Mädchen Kabaddi spielen und über Gender-Fragen informiert werden. Durch diese Aktivitäten fördern wir die Lebenskompetenzen, Partizipation und Unabhängigkeit der Mädchen. Darüber hinaus bringen wir die Mädchen und ihre Familien mit verfügbaren Unterstützungsdiensten in Kontakt.

Tdh und Praajak organisieren gemeinsam Diskussionen mit Eltern, lokalen Vereinen und Kinderschutzakteuren, um die Sportart Kabaddi als geeignete Massnahme zum Schutz und zur Stärkung des Selbstwertgefühls der Mädchen zu fördern.

Das Projekt stärkt auch Unterstützungsnetzwerke und -mechanismen für Mädchen und Jungen, die von Menschenhandel und unsicherer Migration bedroht sind, indem es Workshops mit lokalen Kinderschutzkomitees zu geschlechtsspezifischer Gewalt und mit LehrerInnen zu Fragen der unsicheren Migration, der Kinderheirat und des Menschenhandels durchführt, damit sie Mädchen und Jungen, die die Schule abbrechen, besser begleiten und Kinder und Familien an Unterstützungsdienste verweisen können.

Die erste jährliche Liga fand statt

Die erste jährliche Kabaddi-Liga wurde am 16. Januar 2020 in Kalkutta mit sechs Teams aus drei Städten organisiert. An ihr nahmen die wichtigsten InteressenvertreterInnen teil, darunter Minister der Landesregierung. Die nächste jährliche Liga wird voraussichtlich im Januar 2021 stattfinden.

"Bevor ich anfing, Kabaddi zu spielen, fühlte ich, dass ich keinen Wert hatte."

Hasina, nahm am Kabaddi-Projekt teil

Zum vollständigen Erfahrungsbericht

Schauen Sie unser Video über unser Projekt Kabaddi

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