Kinder nicht aus Migrationsgründen inhaftieren

Die Administrativhaft von migrierenden Kindern in der Schweiz entspricht nicht dem besten Interesse des Kindes - ein Recht, für das sich unser Land international verpflichtet hat. Mithilfe von Plädoyer-Aktionen und Studien in der Schweiz setzt sich Tdh dafür ein, dass migrierende Kinder nicht mehr in Administrativhaft genommen werden.

Die Administrativhaft entspricht niemals dem besten Interesse und dem Wohl des Kindes

In der Schweiz können junge Migranten im Alter von 15 bis 18 Jahren für maximal 12 Monate  rechtmässig in Administrativhaft genommen werden. Die Administrativhaft entspricht jedoch niemals dem Wohl des Kindes. Schon ein Freiheitsentzug von kurzer Dauer hat verheerende und unumkehrbare Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Ausübung der Rechte von Kindern. 

Der Einsatz von Terre des hommes

Terre des hommes setzt sich dafür ein, dass Kinder nicht mehr im Zusammenhang mit der Migration inhaftiert werden. 2016 haben wir unseren Bericht «Illegale Inhaftierung von Migrantenkindern in der Schweiz» veröffentlicht, um eine Bestandsaufnahme über diese Praxis in der Schweiz zu erstellen. 64 Kinder wurden 2016 in Administrativhaft genommen. Tdh führt ihre Plädoyer-Arbeit bei Behörden und der Öffentlichkeit fort, um Alternativen zum Freiheitsentzug zu fördern, die Kinderrechte garantieren und den spezifischen Bedürfnissen des Schutzes von Kindern gerecht werden. 

 

«Migrierende Kinder, sei es begleitet, von ihren Eltern getrennt oder unbegleitet, dürfen nicht in Gewahrsam genommen werden. Der Migrationsstatus darf in keinem Fall eine Widerrechtlichkeit darstellen.»

Dr h.c Jean Zermatten, ehemaliger Präsident des UN-Kinderrechtsausschusses

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