COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Schutz von migrierenden Kindern in Westafrika

Wir schützen migrierende Kinder in mehreren westafrikanischen Ländern, verringern die Risiken während der Migration, am Zielort und vor der Abreise.

Immer mehr Kinder migrieren in Westafrika, um der Armut zu entkommen. Mehr als 75% von ihnen bleiben in der Region und ziehen in Städte, wo sie mehr Entwicklungsmöglichkeiten haben, sowie in Agrar- oder Produktionsgelände wie Goldminen oder Kakaoplantagen. Obwohl Migration Arbeitsmöglichkeiten schaffen kann, so birgt sie für die Kinder auch die Gefahr von Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel. In Partnerschaft mit Save the Children sorgen wir für den Schutz von Kindern und Jugendlichen entlang ihrer Migrationsrouten.

 

Schutz von migrierenden Kindern auf ihrem Weg

Das Ziel des regionalen Projekts, das Terre des hommes in Guinea durchführt, ist es, migrierende Kinder und Jugendliche besser auf ihrer Reiseroute zu schützen.

Um dies zu erreichen, verbessern unsere Teams den Zugang der Kinder und Jugendlichen zu institutionellen und kommunalen Schutzdiensten wie Sozialarbeitenden und angepasster Unterstützung durch die Einführung von Schutzsystemen. Während sie unterwegs sind, können Kinder in unseren Schutzräumen grundlegende Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dank unserer mobilen Teams in Transitzonen, wo keine Sozialarbeitende präsent sind, können wir Kinder über die möglichen Risiken und die Unterstützungsdienste informieren. Wir schulen Gemeinschaftsmitglieder, wie sie diese Räume beleben und verwalten können und um die Bedürfnisse von migrierenden Kindern zu verstehen. Es wird dabei ein Schwerpunkt auf geschlechtsspezifische Fragen und Diversität gelegt. Wir wählen auch Pflegefamilien und Mitarbeitende von Aufnahmezentren aus und schulen sie darin, temporäre Unterkünfte im Einklang mit internationalen Kinderschutzstandards bereitzustellen.

Wir bauen die Kapazitäten der wichtigsten Kinderschutzakteure zu den spezifischen Bedürfnissen und der Verwundbarkeit von migrierenden Kindern und Jugendlichen auf.

 

Plädoyer für ein Schutznetzwerk

In grösseren Umfang setzen wir uns für die Integration des Kinderschutzes in die Migrationspolitik und die nationale und regionale Gesetzgebung ein. Unsere SpezialistInnen bilden Schutzfachleute aus, um den Behörden in diesem Bereich technische Hilfe zu leisten. Wir schaffen ein Netzwerk zwischen kommunalen und institutionellen Akteuren zur besseren Koordination von Kinderschutzmechanismen.

 

Das PROTEJEM-Projekt "Verbesserung des Schutzes von migrierenden Kindern und Jugendlichen auf den Hauptmigrationsrouten in Westafrika" wird von der Europäischen Union über den Emergency Trust Fund for Africa finanziert und von 2020 bis 2023 in Côte d'Ivoire, Gambia, Senegal und Guinea durchgeführt. Wir richten uns an fast 30’000 Kinder und Jugendliche, die sich sowohl innerhalb der Landesgrenzen als auch international mit ihren Familien oder allein entlang der Hauptmigrationsrouten in Westafrika bewegen.

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