COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Terre des hommes feiert ihren 60. Geburtstag

60 ans au cœur de l’enfance

60 Jahre im Herzen der Kindheit

«Solange es Kinder gibt, die hilflos Hunger, Elend, Verlassenheit und Leid ausgesetzt sind, wird sich Terre des hommes, ein zu diesem Zweck gegründetes Hilfswerk, für sofortige und möglichst umfassende Hilfe einsetzen.» Edmond Kaiser, Auszug aus der Gründungscharta, 1960.

Sensibilisiert für die schreckliche Situation der Flüchtlingskinder in den Camps während des Algerienkriegs im Jahr 1960, gründet Edmond Kaiser in Lausanne am 22. Juli desselben Jahres Terre des hommes.

60 Jahre nach ihrer Gründung ist die Mission der Stiftung unverändert. In einem weltweit instabilen Umfeld passen wir unsere Arbeitsmethoden ständig an und setzen uns mit gleichbleibender Leidenschaft für den Schutz der Kinder und die Verteidigung ihrer Rechte auf der ganzen Welt ein.

 

Der Kinderschutz, unsere DNA

Als Edmond Kaiser die Ankunft des ersten Konvois von Kindern aus Algerien in der Schweiz im Februar 1961 organisiert, wird er zugleich vom Gefühl von Ungerechtigkeit und vom Bedürfnis, diese Kinder, die Opfer des Kriegs sind, zu beschützen und zu pflegen, angetrieben. Sechzig Jahre später ist es derselbe Elan, der unsere 1700 MitarbeiterInnen heute eint. In der Schweiz und vor Ort handeln sie aus einer wesentlichen Mission heraus: zur Verbesserung des Wohls und der Lebensbedingungen der schwächsten Kinder.

Die Kinder sind die ersten Opfer der Konflikte und der Naturkatastrophen. Sie müssen Zuflucht und Sicherheit bei Erwachsenen und indirekt bei Hilfsorganisationen wie uns finden. Angesichts der diversen Traumata, die sie erleben, benötigen sie wohlwollende Aufmerksamkeit und Zuneigung von Erwachsenen, aber auch Fachpersonen, die sich ihrer von psychologischer Seite annehmen. Wenn sie manchmal in gefährlichen oder riskanten Situationen in der Falle sind, benötigen sie ganz einfach jemanden, der ihnen die Hand reicht, damit sie aus dieser Situation herauskommen können.

In 60 Jahren haben sich unsere Programme spezialisiert und in neue Fachgebiete wie Jugendgerichtsbarkeit und digitale Gesundheit ausgeweitet. Vom Schutz der Gesundheit über humanitäre Krisen unterstützen wir heute mehr als vier Millionen Kinder und Mitglieder ihrer Gemeinschaft.

 

Kinderschutz

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Kindergesundheit

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Humanitären Krisen

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Chronische Krisen in einer instabilen Umgebung

Bereits seit mehreren Jahren wird die humanitäre Hilfe komplexer, besonders in Konfliktzonen. Die humanitären Krisen fordern mehr zivile Opfer und dauern länger. Unsere Teams vor Ort sind mit Herausforderungen wie dem Auftauchen von neuen bewaffneten Gruppen, systematischen Verletzungen des internationalen Rechts und Schwierigkeiten beim Zugang zur betroffenen Bevölkerung konfrontiert.

Vielfältige Faktoren spielen eine Rolle. In gewissen Ländern wie Mali oder Burkina Faso fliehen Familien und Kinder – oft alleine und unbegleitet – vor der Gewalt der Gefechte und der Bedrohung durch terroristische Gruppen, sie verlassen aber auch eine wirtschaftliche Situation ohne Aussicht auf Arbeit und Land, das aufgrund der Konflikte und extremer Trockenheit nicht mehr bebaut werden kann.

Um diesen Menschen zu helfen, legen wir unsere Aktivitäten langfristig an und nicht nur für Notfallsituationen. Wir erneuern unser Vorgehen stetig und passen unsere Aktivitäten den Kontexten und deren Entwicklung an.

Wir bringen die Familien und alle Akteure dazu, ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen, und schliessen die Kinder in unsere Programme ein. Schliesslich verstärken wir die Systeme für den Kinderschutz, indem wir eng mit den lokalen Behörden und Akteuren zusammenarbeiten. .

 

Und morgen?

Angesichts der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen setzen wir immer mehr auf die Entwicklung von neuen Technologien. Das digitale Zeitalter bietet uns innovative Werkzeuge. Die Internetverbindung und soziale Netzwerke erlauben uns zum Beispiel, die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Migrationsweg zu begleiten, sie über Risiken auf dem Weg und an ihrem Zielort zu informieren oder ihnen sogar ein Online-Banking anzubieten. Die künstliche Intelligenz öffnet ihrerseits ein einzigartiges Feld an Möglichkeiten, speziell im Bereich der Gesundheit.

Schliessen Sie sich unserer Kampagne «Kinderfonds» an

In einem Interview gegenüber RTS vom 13. Februar 1968 bei seiner Rückkehr aus Vietnam hat Edmond Kaiser erklärt: «[…] Wir hätten nicht mehr das Recht, uns Menschen zu nennen und deren Verantwortung zu tragen, wenn wir in den Rang von Mittätern eintreten würden, die von diesem unendlichen Schmerz wissen und entscheiden, nichts zu tun

Während eine wachsende Zahl von Kindern heute unter besseren Bedingungen lebt, haben mehrere Millionen Kinder immer noch Bedarf an Unterstützung und Schutz. Anlässlich unseres 60-jährigen Jubiläums haben wir eine Kampagne auf MyTdh, unserer Online-Spendenplattform, gestartet. Ziel ist es, in einem Jahr 60'000 Franken zu sammeln.

Nehmen Sie ab jetzt an unserer Kampagne «Kinderfonds» teil, indem Sie Ihr Netzwerk mobilisieren und unsere Programme zugunsten der Kinder weltweit unterstützen. Vielen herzlichen Dank!

 

 

Quelle der Fotos: Die Originale stammen aus dem Bestand Fonds PP 1053, Stiftung Terre des hommes, des Waadtländer Kantonsarchivs (ACV).

 

 

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