COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Brasilien

21 der 50 Städte, welche die weltweit höchsten Raten an Tötungsdelikten verzeichnen, befinden sich in Brasilien. Kinder wachsen in einem Umfeld auf, in dem Gewalt, Drogen und Gangs zu der Tagesordnung gehören. Wir versuchen Gewalt zu reduzieren und schützen Jugendliche, indem wir friedliche Lösungen fördern. Unsere lokalen Experten schulen Berufstätige im restaurativen Strafrecht, das jungen Menschen hilft, aus dem Kreislauf der Gewalt herauszufinden.

Was wir tun

Zugang zu Justiz

Kinder und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, werden von unseren SpezialistInnen unterstützt. Zudem werden die Akteure des Justizsystems geschult, anstelle eines strafenden einen wiedergutmachenden Ansatz zu verfolgen, der die Wiedereingliederung der Kinder und Jugendlichen in die Gesellschaft fördert. Dieser Ansatz befürwortet Alternativen zur Gefängnisstrafe. Als Anerkennung der Arbeit von Tdh erhielten wir ein Ehrenzertifikat der Regierung. Zusätzlich verringern wir das Phänomen der Jugendgewalt mit Mediationstechniken.

Maria wohnt in einem Vorort von Fortaleza. Nach der Trennung von ihrem Freund begann dieser, sie zu bedrohen, sodass sie Angst bekam. Terre des hommes konnte den Jungen davon überzeugen, seine Haltung zu ändern und Maria kann sich wieder sicher fühlen.

Maria, Einwohnerin eines Vororts von Fortaleza

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Terre des hommes in Brasilien

Begünstigte / LeistungsempfängerInnen 2019

 

1043

Mitarbeitende im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeitende 

 

0 / 2

Budget 2020

 

 

CHF 160'000

 

 

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1970
Terre des hommes arbeitet mit lokalen NGOs zusammen, um insbesondere Kindern mit Behinderung zu helfen.
1983
Beginn eines Projekts zur Unterstützung von Gemeinschaften nach einer grossen Dürre in Tauá im Nordosten des Landes. Das Projekt wurde 1999 von zwei lokalen Kooperativen übernommen.
1986
Das erste Projekt für Strassenkinder in der Region von Fortaleza beginnt. Seit 1996 leitet die Organisation Curumins mit finanzieller und fachlicher Unterstützung von Tdh das Projekt.
2000
Nach den ermutigenden Resultaten in Fortaleza wird Terre des hommes von den Behörden aus São Luis gebeten, in ihrer Stadt ein ähnliches Projekt zu entwickeln. Ziel des neuen Projekts ist die Schaffung eines Netzwerks zwischen den Einrichtungen der Stadt, damit auf die Bedürfnisse der Strassenkinder reagiert werden kann.
2002
Eröffnung des Tdh-Zentrums «Cirque Baixada» im Bundesstaat Rio de Janeiro, das Strassenkinder aufnimmt, sie unterstützt und ihnen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft hilft.
2009
Beginn eines Projekts zum Jugendstrafrecht im Bundesstaat Maranhão.
2011
Beginn des Regionalprojekts zum Thema restauratives Jugendstrafrecht im Norden und Nordosten Brasiliens.
2014
Terre des hommes unterzeichnet zusammen mit mehreren Institutionen von nationaler Bedeutung ein nationales Protokoll zur Stärkung des restaurativen Jugendstrafrechts in Brasilien.
2017
Tdh in Brasilien wird als eine der 100 besten brasilianischen NGOs anerkannt.
2017
Tdh und die Öffentliche Verteidigung des Bundesstaates Ceará unterzeichnen ein Abkommen zur Einrichtung eines Zentrums für restaurative Justiz zur Betreuung von Jugendlichen, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind.
2018
Unterzeichnung eines Abkommens für die Zusammenarbeit mit dem Sekretariat für Justiz und Staatsbürgerschaft von Ceará für die Umsetzung des Programms für den Schutz von Opfern und gefährdeten Zeugen.
2019
Tdh verstärkt ihre Partnerschaft mit dem Pflichtverteidigerbüro des Staates Ceará, um ein Projekt zur Ausbildung von Akteuren im Jugendstrafrecht durchzuführen, das darauf abzielt, die Bedingungen von Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, zu verbessern.
2020
Tdh Brasilien verfolgt das Ziel bis im Jahr 2022 eine unabhängige Organisation zu werden.

Die letzten Neuigkeiten

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Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2019
Thematische Politik 2014 – Restauratives Jugendstrafrecht
Sammlung Internationaler Instrumente bezüglich der Jugendstrafhaft
Courage Nr. 55 – Hoffnungsschimmer in den Favelas.

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