Flucht und Migration

Terre des hommes schützt Kinder und Jugendliche, die von Migration betroffen sind. Wir machen auf die mit Migration verbundenen Risiken aufmerksam, berücksichtigen aber zugleich die Möglichkeit aus der Armut herauszukommen, die sie für Kinder bedeuten kann. Wir setzen uns dafür ein, dass migrierende Kinder in allen Phasen ihrer Migrationsroute gleichberechtigt und mit Würde behandelt werden.

Unsere Schutzprojekte für migrierende Kinder

Schlüsselakteure wahren die Rechte der Kinder

Migrierende Kinder sind auf ihrer Migrationsroute vielen Risiken wie Menschenhandel, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt. Ungeachtet der Gründe für die Migration begleiten, schützen und verringern wir ihre grundsätzliche Gefährdung. Unsere Teams arbeiten mit Kindern in ihren Heimatsländern, während ihrer Reise und bei der Ankunft im Zielland zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Rechte gewahrt werden. Indem wir Akteure aus der Gesellschaft sowie aus Institutionen befähigen, Kinder auf ihrer Reise angemessen zu schützen, reduzieren sich die Risiken für die Kinder. Gleichzeitig wird ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt.

Zugang zu angemessenen Schutz- und Weiterbildungsdiensten für migrierende Kinder

Der Schutz von Kindern auf der Migrationsroute kann gefördert werden, indem ihnen Zugang zu besseren Weiterbildung gewährt wird sowie ihre Lebensbedingungen und die der Gastgesellschaft nachhaltig verbessert werden. Tdh stellt sicher, dass sie in allen Etappen ihrer Reise Zugang zu angemessenen Diensten wie Bildung, Schutz, psychosoziale Unterstützung, Gesundheitsversorgung, Wasser und sanitäre Anlagen, Rechtsschutz und Informationen haben. Wenn sie ihr Zielland erreichen, ermutigt Tdh die Kinder, Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen und hilft ihnen bei ihrer Integration. Wir unterstützen dabei alle relevanten Akteure im Migrationsbereich und deren Initiativen, sofern sie dem Interesse der Kinder gerecht werden.

Soziale, rechtliche und politische Rahmenbedingungen für die Rechte von migrierenden Kindern

Im weltweiten politischen Kontext hat der Schutz von migrierenden Kindern und Jugendlichen keine Priorität. Zusätzliche Anstrengungen im Bereich des Plädoyers, der bestehenden Entscheidungsmechanismen und der sozialen, rechtlichen, politischen sowie institutionellen Rahmenbedingungen auf internationaler Ebene als auch in den Gesellschaften, in die diese Kinder migrieren, sind nötig, um die Rechte von migrierenden Kindern zu wahren. Tdh setzt sich bei öffentlichen Stellen für dies ein und unterstützt staatliche Behörden bei der Entwicklung und Umsetzung angemessener Gesetze und Mechanismen. Ebenso fördern wir die positive Haltung gegenüber migrierenden Kindern und unterstützen Initiativen, die ihnen eine Stimme verleihen.

„Die Frage ist, wie man die Gegenwart und Zukunft von Hunderttausenden von Kindern verbessern kann, für die Mobilität zu einem notwendigen Schritt geworden ist, wenn es keine Entwicklungsperspektive gibt, die ihr tägliches Leben verändern kann.“

Olivier Feneyrol, Verantwortlicher Migrationsprogramm

Zum vollständigen Erfahrungsbericht

Jordanien: Kindern den notwendigen Schutz sichern

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