Plädoyer in der Schweiz

Die Rechte der Kinder werden in der Schweiz nicht immer wahrgenommen. Terre des hommes (Tdh) setzt sich anhand eines Plädoyers bei den Bundes- und Kantonsbehörden sowie bei Fachleuten und Experten für eine bessere Wahrnehmung der Kinderrechte ein.

Unsere Plädoyer-Projekte

Plädoyer zugunsten der Umsetzung der Kinderrechtskonvention

Am 24. Februar 1997 hat die Schweiz die Kinderrechtskonvention angenommen. Diese Konvention anerkennt die spezifischen Rechte aller Kinder, wie beispielsweise das Recht auf Gehör, auf Teilnahme, auf Schutz vor jeglicher Art von Gewalt und Diskriminierung, das Recht auf Gesundheitspflege, oder darauf, dass das beste Interesse des Kindes in Betracht gezogen wird. Mit unserer Beteiligung innerhalb des Schweizerischen Netzwerkes für Kinderrechte wollen wir bewirken, dass diese Konvention grundsätzlich angewandt wird, so dass die Rechte von Kindern in der Schweiz jederzeit respektiert werden.

Ein angemessener Schutz für migrierende Kinder

Tdh setzt sich spezifisch für die Anwendung der Rechte von Migrantenkindern in der Schweiz ein. Diese Kinder haben bei ihrer Ankunft oft eine beschwerliche Reise auf Migrationsrouten oder in ihren Heimatländern hinter sich und befinden sich in einem Zustand grosser Prekarität. Es braucht eine angemessene Betreuung und Begleitung, um diesen Kindern Schutz und Rechte zu garantieren. Wir befassen uns mit Schlüsselproblematiken, arbeiten im Rahmen von Netzwerken und machen die Öffentlichkeit auf Lücken in der Betreuung und Begleitung junger Migranten aufmerksam. Diese Zielgruppe wurde ausgewählt, da Kinder durch die Migration ganz besonders schutzbedürftig sind hinsichtlich des Risikos einer Missachtung ihrer Rechte.

Eine effiziente Netzwerkarbeit

Die Allianz für die Rechte von Migrantenkindern (ADEM) vereinigt Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Einhaltung und Förderung der Rechte von Migrantenkindern in der Schweiz einsetzen. Tdh ist eine ihrer Gründungsmitglieder, zusammen mit dem Internationalen Sozialdienst (SSI), dem Internationalen Institut für Kinderrechte (IDE) und der Schweizerische Organisation für Flüchtlingshilfe (OSAR). Die Netzwerkarbeit erleichtert den Austausch von guten Praktiken. Gemeinsam beteiligen wir uns an der Verbreitung von Informationen, und bewirken durch konstruktive Plädoyers zusammen mit den zuständigen Behörden eine respektvolle Betreuung von Migrantenkindern und unbegleiteten Minderjährigen.

«Migrierende Kinder, sei es begleitet, von ihren Eltern getrennt oder unbegleitet, dürfen nicht in Gewahrsam genommen werden. Der Migrationsstatus darf in keinem Fall eine Widerrechtlichkeit darstellen.»

Dr h.c Jean Zermatten, ehemaliger Präsident des UN-Kinderrechtsausschusses

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