COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Südsudan

Infolge des Bürgerkriegs im Südsudan und obwohl ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, sind sieben Millionen Menschen, was etwa zwei Drittel der Bevölkerung ausmacht, dringend auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen. Die Jahre des Konflikts, der Plünderung und der Zerstörung der Lebensgrundlagen führten auch zu zwei Millionen Binnenvertriebenen innerhalb des Landes, das nach wie vor von einer schweren humanitären Krise heimgesucht wird. Die Teams von Terre des hommes (Tdh) versorgen Familien mit dem Notwendigsten und helfen ihnen, die lokale Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Kinder profitieren von einem Ernährungsprojekt in Schulen und erhalten sichere Bereiche, in denen sie spielen, lernen und psychosoziale Hilfe erhalten können.

Was wir tun

Nothilfe für Binnenvertriebene

Tdh unterstützt die vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften mit der Bevorratung und Verteilung von Nahrungsmittelrationen, grundlegenden Produkten wie Kleidung, Kanistern für den Transport und die Lagerung von Wasser, Töpfen, Tassen, Löffeln, Moskitonetzen und Hygieneartikeln wie Seife und Hygienepads. Die Familien erhalten auch Material für die Reparatur oder den Bau von temporären Unterkünften. Tdh unterstützt den Bau und die Rehabilitierung von grundlegenden Wasser- und Sanitäranlagen wie Handwaschstationen, Latrinen, Wasserstellen, Entsorgungsanlagen und sensibilisiert die Gemeinschaften zu guten Hygienepraktiken.

Kinderschutz

Tdh vereinfacht den Zugang für Kinder zu Schutzdiensten, die psychosoziale und individuelle Betreuung umfassen. Kinder ohne Eltern werden durch die Stärkung von Gemeinschaftsinitiativen und Pflegefamilien unterstützt. Wir verbessern das Wohlbefinden von Kindern und ihren Angehörigen durch hochwertige Gemeinschaftsdienste wie psychosozialen Aktivitäten in kinderfreundlichen Räumen. Um den Zugang zur Schule in Yei zu erleichtern, renoviert Tdh Klassenzimmer, stellt Lehrmaterial zur Verfügung und bildet LehrerInnen aus. Jugendliche, die die Schule nicht abgeschlossen haben, können einkommensgenerierende Aktivitäten starten.

Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene

Neben Projekten in den Bereichen Wasser, Hygiene und Sanitärversorgung fördert das Konzept der Blue Schools den Schulgarten als praktischen Ort, um Kindern zu zeigen, wie Nahrungsmittelproduktion, effiziente Wasserwirtschaft, Gewässer- und Landmanagement sowie gute Abfallwirtschaft miteinander verbunden sind. Tdh hat die Gärten in den Schulen von Yei ins Leben gerufen, um das Welternährungsprogramm zur Verteilung von Trockenrationen im Rahmen des Schulernährungsprojekts zu ergänzen.

Ernährungssicherheit und Lebensgrundlage

Tdh trägt dazu bei, die Ernährungsunsicherheit in Yei zu verringern. Wir tragen zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen bei, indem wir produktive landwirtschaftliche Betriebsmittel für die von der Krise betroffenen Gemeinschaften wieder instandsetzen. Wir helfen bedürftigen Familien, die Zugang zu Land in der Stadt haben, durch die Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten sowie durch Schulungen in landwirtschaftlichen Techniken. Um den Nährwert der Nahrungsaufnahme der Kinder zu verbessern, werden die Schulkinder durch unser Schulernährungsprojekt, das die städtische Landwirtschaft ergänzt, mit Gemüse und Fleisch versorgt.

Leid mindern

« Die Vorräte reichen für weniger als eine Woche. »

Anais Guérin, Spezialistin für Ernährungssicherheit von Tdh

Zum vollständigen Erfahrungsbericht

Terre des hommes in Südsudan

Begünstigte / Leistungsempfänger 2018

 

79'371

Mitarbeiter im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeiter

 

9 / 83

Budget 2019

 

 

CHF 4'520'000.-

 

 

 

Einsatzgebiete

Geschichte

2013
Beginn des Einsatzes von Terre des hommes im Südsudan.
2015
Beginn eines Projekts zur Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung von Kindern, die bewaffneten Gruppierungen oder Streifkräften angehörten.
2016
Beginn eines umfassenden Programms im Bereich Wasser und sanitäre Anlagen.
2017
Notfalleinsatz, um auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der von der Hungersnot betroffenen Familien zu reagieren.

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