31.01.2019 - Pressespiegel

"Kinder und Jugendliche gehören nicht ins Gefängnis"

Im Juni 2018 war der Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats zur Administrativhaft im Asylbereich durch die Medien gegangen. Die GPK kritisierte darin, in verschiedenen Kantonen würden Kinder unter fünfzehn Jahren mit ihren Eltern in Ausschaffungshaft sitzen.

Wie geht die Schweiz vor, wenn eine Frau oder eine Familie mit Kindern ausgeschafft werden soll? Dieser Frage ging Terre des hommes (Tdh) besonders intensiv nach. Anfang Dezember 2018 publizierte das Kinderhilfswerk eine 110-seitige Studie zur Administrativhaft von minderjährigen MigrantInnen in der Schweiz. Dabei kam es zum Schluss, dass zwischen Juni 2017 und Juni 2018 rund fünfzig Kinder zusammen mit ihren Eltern in der Schweiz inhaftiert waren. Die durchschnittliche Haftdauer lag je nach Kanton zwischen zwei und dreissig Tagen.

Die Tdh-Umfrage kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen: Im Jahr 2017 sind laut Staatssekretariat für Migration (SEM) 31 Kinder unter fünfzehn Jahren vor der Ausschaffung inhaftiert worden – gemäss der Umfrage bei den Kantonen sind es hingegen nur 17 Kinder. Valentina Darbellay, Verfasserin der Studie, sagt: "Die Zahlen zeigen viele Unstimmigkeiten der Schweizer Behörden beim Verständnis der Situation von minderjährigen Migranten auf."

Den vollständigen Bericht von Barbara Heuberger aus der Wochenzeitung lesen Sie hier.

 

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