Nothilfe Afghanistan
Kinder in Afghanistan brauchen Ihre Hilfe!  

Albanien

Albanien hat in den letzten Jahren erhebliche positive Veränderungen im Bereich des Kinderschutzes erlebt. Dennoch sind noch viele Kinder den Risiken von Migration, Menschenhandel und Missbrauch ausgesetzt oder kommen mit dem Gesetz in Kontakt oder in Konflikt. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sie wirksam geschützt und ihre Rechte geachtet werden. Um dies zu erreichen, arbeiten wir in enger Partnerschaft mit öffentlichen Einrichtungen, Menschenrechtsorganisationen und lokalen Gemeinschaften zusammen.

Was wir tun

Kinderschutz

Albanien kämpft mit der Bereitstellung hochwertiger Kinderschutzdienste und wirksamer Massnahmen auf lokaler Ebene. Um Kinder, die Opfer von Missbrauch und Gewalt sind, zu unterstützen, setzen wir uns für Massnahmen und Strategien ein und stärken das Kinderschutzsystem. Wir schulen Fachkräfte und unterstützen lokale Kinderschutzorganisationen durch Zuschussprogramme. Kinder erhalten Zugang zu Dienstleistungen, nehmen an psychosozialen Aktivitäten teil,¬ werden beraten und¬ besuchen ausserschulische Kurse, in denen sie über ihre Rechte aufgeklärt werden, während ihre Eltern über positive Elternschaft sensibilisiert werden. Wir unterstützen auch die Eingliederung von Kindern und Müttern, die aus Kriegsgebieten kommen durch psychosoziale Dienste und die Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit.

Kinder und Jugendliche in der Migration

In den letzten Jahrzehnten hat Albanien massive Auswanderungswellen erlebt. Trotz der sozioökonomischen Entwicklung zwingen Armut, Arbeitslosigkeit, mangelnder Zugang zu Diensten und soziale Ausgrenzung viele zur Auswanderung. Um unsichere Migration zu verhindern und zurückkehrende Familien wiedereinzugliedern, stärken wir Familien wirtschaftlich und fördern den Schulbesuch von Kindern. Wir bieten ausserschulische Aktivitäten und psychosoziale Unterstützung an und befähigen junge Menschen, sich für den Wandel einzusetzen. Wir verbessern den rechtlichen Rahmen und die Dienste für Kinder auf der Flucht, stärken die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Balkan zur Verhinderung des Menschenhandels und gewährleisten den Zugang zum Schutz und zur Wiedereingliederung für Opfer.
 

Zugang zu Justiz

Kinder in Albanien geraten hauptsächlich aufgrund von schwierigen sozioökonomischen Bedingungen, mangelnden Bildungsmöglichkeiten und sozialer Ausgrenzung in Konflikt mit dem Gesetz. Um dem entgegenzuwirken, stärken wir das System und den Aufbau der Resilienz von Jugendlichen durch den Ansatz der restaurativen Justiz. Wir unterstützen die Behörden bei der Ausarbeitung oder Änderung und Umsetzung von Rechtsvorschriften, Strategiepapieren und Arbeitsprotokollen, die Kinder in Konflikt mit dem Gesetz betreffen. Wir verhindern die erneute Straffälligkeit von Kindern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, indem wir Wiedereingliederungsprogramme umsetzen und verstärken und die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Rehabilitation von jungen Menschen fördern.

Humanitäre Krisen

Im Jahr 2019 verlagerten sich die Aufmerksamkeit und die Bemühungen auf Nothilfefragen, als ein Erdbeben der Stärke 6,4 Zentralalbanien erschütterte und die am stärksten besiedelten Gebiete schwer in Mitleidenschaft zog. Tdh mobilisierte sich, um auf die unmittelbaren Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung zu reagieren. Um die Widerstandsfähigkeit der Kinder zu stärken und ein Gefühl der Normalität und Kontinuität in ihrem Leben wiederherzustellen, boten wir psychosoziale, lebenspraktische und pädagogische Unterstützung und schufen ein sicheres, schützendes und förderndes Umfeld. Im Jahr 2020, als das Land mit der COVID-19-Pandemie konfrontiert war, unterstützten wir bedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Die Zwillingsmädchen Klara und Klea und ihr Bruder Erjon leben mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf im Norden Albaniens. Tdh erleichterte ihre Wiedereingliederung in Albanien nachdem ihr Asylantrag in Deutschland abgelehnt wurde.

Klara, Klea und Erjon, in Albanien wiedereingegliedert

Zum vollständigen Erfahrungsbericht

Terre des hommes in Albanien

Begünstigte / LeistungsempfängerInnen 2020

 

11'350

Mitarbeitende im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeitende

 

0 / 45

Budget 2020

 

 

CHF 1'661'580

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1993
Beginn des Einsatzes von Terre des hommes in Albanien mit dem Fokus den Menschenhandel mit Kindern, Missbrauch, Vernachlässigung und Ausbeutung zu bekämpfen und ein Kinderschutzprogramm zu entwickeln.
1999
Während des Kosovokriegs stellte Tdh den Flüchtlingen in Korça Nothilfe bereit, die Nahrungsmittelpakete, Hygiene-Sets und psychologische und soziale Unterstützung für Kinder und ihre Familien umfasste.
2000
Beginn eines grossen Projekts zur Bekämpfung von Kinderhandel zwischen Albanien und Griechenland, für das Tdh im 2002 mit dem Menschenrechtspreis der Französischen Republik ausgezeichnet wurde.
2010
Annahme des Gesetzes über Kinderschutz, das die von Tdh entwickelte Kinderschutzeinheit integriert.
2016
Tdh startet Arbeiten zum Schutz von unsicherer Migration und zur Wiederintegration von Migrantenfamilien, die nach Albanien zurückkehren.
2017
Neues Gesetz angenommen zu Kinderrecht und Kinderschutz mit dem Beitrag von Tdh Experten.
2017
Tdh startet ein innovatives Projekt, um den gewalttätigen Extremismus zwischen Jugendlichen anzugehen. Dies ist ebenfalls der Start des Jugendjustizprogrammes in Albanien.
2019
Tdh steht an vorderster Front, um Kinder und Familien in Not zu unterstützen, die von dem verheerenden Erdbeben im November 2019 betroffen sind.
2020
Tdh reagiert auf die Pandemiekrise, indem sie Hunderte von Familien in prekären Verhältnissen direkt unterstützt und Arbeitsunterlagen für Fachkräfte bereitstellt, die unter COVID-19-Bedingungen arbeiten.

Die letzten Neuigkeiten

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Verlinkte Dokumente

Jahresbericht 2020
Thematische Politik - Ausbau der Kinderschutzsysteme
Magazin Tdh 40 - Der Kinderausbeutung ein Ende setzen

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