COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Irak

Die von dem sogenannten Islamischen Staat (IS) verübte Gewalt hat Hunderttausende von Familien zur Flucht gezwungen. Die humanitäre Krise im Irak tritt nun in eine neue Phase, und diejenigen, die in ihre Heimat zurückkehren, sind mit Verwüstung konfrontiert. Nach wie vor sind 1,5 Millionen Menschen r Binnenvertriebene. Während Tdh immer noch eine der ersten internationalen NGOs ist, die Nothilfe in schwer zugänglichen und neu eingenommenen Gebieten leistet, führen unsere Teams auch Aktivitäten zur Unterstützung des physischen und psychischen Wohlergehens von gefährdeten Menschen durch.

Was wir tun

Covid-19 Antwort

Die Zahl der Fälle von Covid-19 ist im Irak stark angestiegen. Die Regierung ergriff strenge Eindämmungs- und Eindämmungsmassnahmen. Diese verschärfen die Bedürfnisse der vertriebenen und bereits gefährdeten Familien, die in ihre zerstörten Häuser zurückkehren und belasten die schwache Wirtschaft. Tdh verteilt Hygiene-Sets und führt Sensibilisierungsaktivitäten zu Covid-19 durch, um gefährdeten Rückkehrerfamilien und intern Vertriebenen zu helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Wir versorgen die am stärksten gefährdeten Haushalte mit materieller und finanzieller Unterstützung, um ihr Wohlergehen und ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.

Kinderschutz

Im Kinderschutz und der Bildung stärken wir gemeinschaftsbasierte Mechanismen und Regierungsdienste. Unsere Teams bieten vom Konflikt betroffenen Kindern psychosoziale Unterstützung an. Um auf sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, Kinderheirat und -arbeit zu reagieren, betreuen wir Kinder individuell und mit psychosozialen Aktivitäten. Wir bieten nicht-formale Bildung an und unterstützen Schulen, die vertriebene Kinder aufnehmen durch die Bereitstellung von pädagogischem Material, die Instandsetzung von beschädigten Schulen und die Ausbildung von LehrerInnen im Umgang mit psychosozialer Not von Kindern. Wir sorgen auch dafür, dass Jugendliche, die keinen Zugang zur Sekundarschulbildung haben, Berufskompetenzen entwickeln können.

Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene

Die Wasser- und Sanitärinfrastruktur ist durch die Vertriebenenkrise und die zunehmende Wasserknappheit aufgrund des Klimawandels unter Druck geraten. Das verfügbare Wasser ist oft verunreinigt, was vertriebene Familien und Rückkehrern Gesundheitsrisiken aussetzt. Tdh rehabilitiert Wassernetze und Kläranlagen und baut Kapazitäten für Betrieb und Wartung auf, um deren Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Zerstörte Schulen erhalten ein Unterstützungspaket, das Wasseranlagen, Latrinen und Abfallmanagement umfasst. Kinder, ihre Familien und LehrerInnen erhalten Hygieneartikel und nehmen an Aktivitäten zu guten Hygienepraktiken teil.

Zugang zu Justiz

2018 erklärte der Irak den Sieg über den so genannten Islamischen Staat (IS). Heute kommt eine beträchtliche Anzahl von Kindern als mutmassliche Angehörige des IS mit dem Gesetz in Berührung. Die formellen und informellen Justizsysteme haben Mühe mit dieser Situation. Unser Ziel ist, die Situation von Kindern zu verbessern, die auf ihren Prozess warten oder in Haft sind. Tdh schult Mitarbeitende von Haftanstalten zu kinderfreundlichen Methoden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Justizsysteme das Kinderwohl berücksichtigen, und schlagen Alternativen zur Inhaftierung vor. Nach der Befreiung unterstützen wir Kinder bei ihrer Wiedereingliederung, indem wir für die Grundbedürfnisse, die Ausbildung von Gemeindevorstehern und Familien sowie für pädagogische Unterstützung sorgen.

Herzschläge vor den Pforten von Mossul

Im geschützten Raum von Terre des hommes dürfen die Kinder spielen und müssen sich nicht mehr darum kümmern, für ihre Familien Geld zu verdienen.

Masoud, kann im Zentrum von Terre des hommes mit anderen Kindern spielen

Zum vollständigen Erfahrungsbericht

Terre des hommes in Irak

Begünstigte / LeistungsempfängerInnen im Jahr 2019

 

367'598

 

Mitarbeitende im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeitende

 

23 / 201

 

Budget 2020

 

12'664'579 CHF

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

2007
Tdh arbeitet mit der Partnerorganisation Aladins Wunderlampe zusammen, um herzkranke Kinder zur spezialisierten medizinischen Behandlung in die Schweiz zu überführen.
2014
Nothilfeeinsatz in der Region Dohuk mit der Verteilung von Winterausrüstungen für vertriebene Familien.
2015
Start des Projekts zur finanziellen Unterstützung der am stärksten gefährdeten Familien in Kirkuk über die Partnerorganisation für zivile Entwicklung.
2015
Beginn der Aktivitäten im Distrikt Tuz mit der Verteilung von Winterausrüstungen sowie Wasser- und Hygieneprojekten.
2016
Beginn eines Kinderschutzprojekts im Vertriebenenlager Nazrawa in Kirkuk.
2016
Beginn von Wasser- und Hygieneaktivitäten, Kinderschutz- und Vertriebenen-Kartierungsprojekten sowie der Verteilung von Hygiene-Kits und dem Bau von Unterkünften im Norden von Tikrit.
2016
Start von Kinderschutz- und Bildungsaktivitäten im Distrikt Tuz.
2017
Eröffnung des Aufnahmezentrums für Binnenvertriebene in Shirqat.
2017
Verteilung von humanitärer Nothilfe in Tal Afar.
2017
Eröffnung eines neuen Stützpunkts in Anah für Kinderschutz, Bildung, WASH und Nothilfeaktivitäten.
2018
Aufnahme von Kinderschutz-, Bildungs- und WASH-Aktivitäten im Distrikt Hawija sowie im Distrikt Baiji.
2019
Einführung von Gesundheitsförderung und Menstruationshygiene-Management (MHM) im Distrikt Talafar.
2020
Beginn der Antwort auf Covid-19 durch Gesundheits- und Hygieneförderungsaktivitäten und Unterstützung gefährdeter Familien, die mit den Konsequenzen der Präventionsmassnahmen der Regierung im Zusammenhang mit Covid-19 konfrontiert sind.

Die letzten Neuigkeiten

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Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2019
Courage n°67: Die Schule nach dem IS
Thematische Politik – Gesundheit von Mutter und Kind in humanitären Katastrophen
Unsere Werte
Infopage WASH_DE

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