COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Kolumbien

Trotz des Friedensabkommens zwischen Kolumbien und der FARC von 2016 gibt es noch bewaffnete Gruppen. Kinder sind dem Risiko ausgesetzt, rekrutiert oder sexuell ausgebeutet zu werden. Der Zugang zu Gesundheitszentren, sowie die Präsenz des Staates ist in den betroffenen Regionen gering. Unser Ziel ist, Gemeinschaften in Gesundheit und Kinderschutz zu schulen. Jugendlichen in Konflikt mit dem Gesetz helfen wir, sich wieder zu integrieren.

Was wir tun

Zugang zu Justiz

Unser Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche, die mit dem Gesetz im Konflikt geraten sind, korrekt und altersgerecht behandelt werden. Deshalb organisiert Tdh juristische Schulungen zum restaurativen Jugendstrafrecht. Dadurch können junge Menschen, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind, mittels alternativer Massnahmen in die Verantwortung genommen werden, ohne ihr Vergehen im Gefängnis zu verbüssen. Eine angemessene Betreuung der TäterInnen trägt zu einer Verringerung von strafbarem Verhalten und von Rückfällen bei und gibt ihnen die Möglichkeit, sich wieder in die Gemeinschaft zu integrieren. Wir bilden auch Lehrpersonal und SchülerInnen in friedlicher Konfliktbewältigung aus, um Gewalt zu verhindern.

Gesundheit, Wasser & Hygiene und Kinderschutz

Um die Gesundheitsbedingungen von Kindern und Müttern im Departement Córdoba zu verbessern, erleichtern unsere Teams vor Ort den Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen. In dieser Region widmen wir uns zudem der Mangelernährung von Kindern, die Opfer des bewaffneten Konflikts und von Gewalt geworden sind. Zudem bilden unsere ExpertInnen VertreterInnen der Gemeinschaften im Bereich Gesundheit und Kinderschutz aus, damit sie ihr Wissen an ihre Gemeinschaften weitergeben können und somit Kinder besser geschützt sind.
 

Humanitäre Hilfe

Nach einem Jahr Nothilfe in der venezolanischen Krise plädiert Tdh in Koordinationssitzungen weiterhin für humanitäre Hilfe. Im Rahmen des laufenden Projekts hat Tdh eine Covid-19-Reaktion ins Leben gerufen, welche insbesondere auf die Verstärkung der psychologischen und sozialen Unterstützung von Kindern in Haft fokussiert sowie auf die Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln an benachteiligte Familien.
 

"Wir merken, dass wir in diesem Prozess nicht alleine dastehen, dass es noch Menschen gibt, die an uns glauben. Obwohl wir einen Fehler begangen haben, glauben sie daran, dass wir es schaffen können.“

Jerson , ehemaliger Jugendlicher in Konflikt mit dem Gesetz, Kolumbien

Terre des hommes in Kolumbien

Begünstigte / LeistungsempfängerInnen 2019

 

18'503

Mitarbeitende im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeitende

 

3 / 69

Budget 2020

 

CHF 1'200'412

 

 

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1979
Terre des hommes beginnt den Einsatz in Kolumbien in den ärmsten Gesellschaftsschichten von Barranquilla.
1995
Die lokalen Tdh-Mitarbeiter gründen die Organisation Fundación Infancia Feliz (FIF). Tdh unterstützt deren Projekt zur Einschulung von Kindern aus den tiefsten Gesellschaftsschichten bis 2003.
1999
Beginn einer Reihe von Projekten für die vertriebene Bevölkerung in den Elendsvierteln von Cartagena. Ziel ist die Bekämpfung der Mangelernährung von Kindern unter sechs Jahren sowie die Bereitstellung von psychosozialen Aktivitäten für sechs bis vierzehnjährige Kinder in drei Stadtvierteln. Diese Projekte werden später von lokalen Organisationen übernommen und weitergeführt.
2003
Terre des hommes stationiert sich in den Konfliktzonen, um der vertriebenen Bevölkerung, die Opfer des bewaffneten Konflikts geworden ist, zu helfen.
2012
Terre des hommes beginnt ein Projekt zum restaurativen Jugendstrafrecht in Bogota.
2017
Lancierung des Projekts "Restaura-te", das 400 Jugendlichen, die in zwei Haftanstalten in Bogota ihrer Freiheit beraubt werden, einen Raum für Diskussionen bietet.
2017
Einführung des Projekts “Esto es otra vuelta” zur Unterstützung der Wiedereingliederung von Jugendlichen, die ihre Strafe verbüsst haben.
2018
Start eines Nothilfeeinsatzes für gefährdete Bevölkerungsgruppen aus Venezuela im Departement Norte de Santander.
2019
Lancierung eines Projekts mit Unterstützung des UNHCR zugunsten von Kindern und Gemeinschaften, die Opfer des internen bewaffneten Konflikts im Departement Antioquia geworden sind.

Die letzten Neuigkeiten

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Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2019
Kommunale Interventionsverfahren im Kinderschutz. Die Fälle Brasilien, Kolumbien, Peru, Ecuador und Nicaragua
Thematische Politik – Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene (WASH)

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