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12.07.2017 - Nachrichten

Irak: Der hohe humanitäre Preis nach der Befreiung Mossuls

Nach 9-monatigen Kämpfen bedeutet der vorhersehbare Abschluss der Offensive auf Mossul nicht das Ende des Martyriums von Tausenden in der Stadt festsitzenden Zivilisten. Und wohl ebenso wenig das Ende von Bevölkerungswanderungen im Irak. Denn künftige militärische Operationen der irakischen und internationalen Streitkräfte gegen Bastionen der Terrormiliz Islamischer Staat könnten zu grossen Fluchtbewegungen in Einsatzgebieten von Terre des hommes führen, so auch im Flüchtlingslager von Tal Jarabia. Wir ziehen Bilanz mit unserem Mitarbeiter Stephan Richard, der derzeit im Irak ist.

Familien flüchten weiterhin

Die Rückeroberung der zweitgrössten Stadt des Iraks durch die von den Vereinigten Staaten angeführte Koalition wirkt sich auch im Nordwesten des Landes aus, wo Terre des hommes Nothilfe-Projekte für Binnenflüchtlinge unterhält. „Neben der Hoffnung, die sie bei Menschen aufkeimen lässt, die in von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Gebieten leben, zieht die Befreiung Mossuls in unseren Einsatzgebieten paradoxerweise negative Folgen für die Bevölkerung nach sich“, hält Stephan Richard fest, Spezialist für humanitäre Einsätze und Soforthilfe. „Die Bewegungen von aus Mossul fliehenden IS-Kämpfern, die eines der letzten Widerstandsnester in Tal Afar zu erreichen suchen, treiben bisher von den Gefechten verschont gebliebene Bevölkerungsgruppen in die Flucht.“

Die Stadt Tal Afar, 70 Kilometer von Mossul, grenzt an das Flüchtlingslager von Tal Jarabia, wo Terre des hommes seit über sechs Monaten im Einsatz ist. „Künftige militärische Operationen zur Befreiung der letzten Widerstandsnester in der Landesmitte (Hawija) und im Nordwesten (Tal Afar) werden voraussichtlich zu bedeutenden Bevölkerungsbewegungen in Gebieten führen, wo Terre des hommes bereits seit über einem Jahr Soforthilfe leistet: in Qayyarah, Sherqat, Tikrit, Kirkuk und Tal Jarabia“, meint Stephan Richard.

Tagtägliche Nothilfe im Tal Jarabia Lager

Im Lager von Tal Jarabia leben heute etwa 1650 Familien. Die meisten haben bei über 45 Grad Hitze Stunden auf Lastwagen verbracht, um vor der Gefahr zu fliehen. Obwohl das Lager ein Zufluchtsort ist, bietet es nur beschränkt Zugang zu Wasser, Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung, Unterkunft und Schutz, was ein Gesundheitsrisiko für Kinder bedeutet. „Diese Situation veranlasst viele Familien, in Lager im Osten weiterzureisen“, erläutert Francis Hughes, Soforthilfe-Koordinator im Irak. Familien, die in Tal Jarabia bleiben, haben meist Vieh – ihre einzige Einkommensquelle. Ohne Wasser und Nahrung sind diese Tiere jedoch dem Tod geweiht.

Tdh arbeitet Tag und Nacht mit anderen NGOs zusammen, um vertriebene Kinder und deren Angehörige trotz extremer klimatischer Bedingungen mit Wasser, sanitären Anlagen, Hygiene- und Küchen-Sets zu versorgen. „Um Hitze und Stürme zu meiden, brechen unsere Lastwagen um ein Uhr nachts von Qayyarah auf, um früh in Tal Jarabia anzukommen und Nothilfe zu leisten“, erklärt Francis Hughes. In Zusammenarbeit mit anderen NGOs wird Tdh eine mobile Einheit einrichten, die zu zwei Bohrbrunnen im Lager Zugang hat.

Tdh hat die humanitäre Hilfe dahingehend angepasst, dass sie täglich im Lager präsent ist: Wir verteilen an alle Familien des Lagers jeden Tag je 120 Liter Wasser, und auch in den kommenden Monaten werden wir weiterhin Kinder und ihre Familien schützen und ihre dringendsten Bedürfnisse erfüllen.

TauchenSie hier in den Alltag irakischer Kinder, die vor dem sogenannten Islamischen Staat fliehen.

Bildnachweis: ©Tdh