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22.12.2014 - Nachrichten

Nepal : Anlaufstellen, um die Ketten der Ausbeutung zu brechen

Für die sexuelle Ausbeutung der Kinder in Nepal ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren verantwortlich, wie unwirksame Schutzsysteme für Kinder, die Geschlechterdiskriminierung und die grosse Armut. Getrieben durch ihren Mangel an Perspektiven und die Verlockung des schnellen Geldes lassen sich die Kinder dazu verleiten, ihren Körper zu verkaufen.

Anlaufstellen als erster Schritt in die Unabhängigkeit

In Nepal sind 16 bis 33 Prozent aller Frauen, die Opfer von sexueller Ausbeutung werden, unter 20 Jahre alt. Angesichts dieser beunruhigenden Tatsache hat Tdh beschlossen, Anlaufstellen zu gründen, die den jungen Mädchen als Mittel zur Emanzipation und zum Sprengen der Ketten ihrer Unterdrückung dienen. Um ihr Vertrauen in sich und in ihre Mitmenschen wiederherzustellen, erteilt man ihnen das Wort und lädt sie zur Teilnahme an Diskussionsgruppen, Theaterworkshops oder anderen künstlerischen Werkstätten ein. Auf diese Weise soll ihnen der Weg in die Unabhängigkeit geebnet und eine bessere Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden.

Die sexuelle Ausbeutung der Männer ist ein anderes Problem, das zwar bekannt ist und wahrgenommen wird, aber dennoch nur geringe Beachtung findet. Tdh hat daher in Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort unlängst eine Anlaufstelle nur für diese Zielgruppe eröffnet. 20 junge Männer haben sich bereits an diese Stelle gewendet; einige unter ihnen haben sogar ihre Freunde dorthin verwiesen. Aufgrund ihrer grossen Anfälligkeit für sexuell übertragbare Krankheiten ist es wichtig, sie in Bezug auf ihre Gesundheit zu beraten. Da sie ihre Gefühle nur selten ausdrücken, zeigt sich die Mehrheit von ihnen übrigens erleichtert darüber, sich mit den Erziehern austauschen zu können.

Aufruf zur bedingungslosen Abschaffung der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen

Tdh fordert die Entfernung von Minderjährigen aus dem Sexgewerbe. Durch die Arbeit der Stiftung und ihrer Partnerorganisation World Education International haben zwischen 2010 und 2012 bereits 1296 junge Mädchen den Weg aus der Ausbeutung gefunden.

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