COVID-19
Die Pandemie bedroht gefährdete Familien.

Burundi

Burundi erlebt sozialpolitische Krisen, die Einfluss auf die Wirtschaft haben. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Kinder sind am stärksten betroffen und Gewalt aller Art ausgesetzt. Wir arbeiten mit dem Justizministerium zusammen, um ein restauratives Justizsystem aufzubauen, das Kinder in Konflikt mit dem Gesetz wieder in die Gesellschaft eingliedert und ihre Rechte garantiert. Wir unterstützen Gemeinschaftsakteure zur Stärkung des Kinderschutzes, indem bestehende gute kulturelle Praktiken gefördert werden.

Was wir tun

Kinderschutz

Wir errichten ein Schutzsystem für Kinder aufbauend auf gemeinschaftlichen Strukturen. Wir begleiten und unterstützen Kinder, die Opfer von Gewalt wurden oder in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind, bei ihrem sozialen, schulischen oder beruflichen Wiedereingliederungsprozess oder verweisen sie an geeignete Stellen. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns für Kinder in Strassensituationen ein, die Opfer von Razzien und inhaftiert wurden und vermitteln sie an Stellen, die ihnen helfen, wieder an ihren Herkunftsort zurückzukehren.

Zugang zur Justiz

Wir schulen Akteure in der Strafjustiz (KriminalpolizistInnen, SozialarbeiterInnen, Mitarbeitende von Rehabilitationszentren, JustizexpertInnen) in restaurativem Jugendstrafrecht. Kinder, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind, profitieren von Alternativen zur Freiheitsstrafe und nehmen an psychosozialen Aktivitäten teil, die ihnen helfen, nicht mehr rückfällig zu werden. Unter drei Jahre alte Kinder, die bei ihren inhaftierten Müttern leben, werden in einer Kinderkrippe betreut, um sie auf das Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten.

Humanitäre Hilfe

Bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutschen oder Vertreibung von Bevölkerungsgruppen, leisten wir Nothilfe. 2019 haben wir an die von den Überschwemmungen in Bujumbura betroffenen Familien Unterrichtsmaterial, Decken, Kochutensilien, Taschenlampen und Pantoffeln verteilt.
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Die letzten Neuigkeiten

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Terre des hommes in Burundi

Begünstigte / Leistungsempfänger 2019

 

70'668

Mitarbeiter im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeiter

 

2 / 52

Budget 2020

 

CHF 4'319'701

 

 

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1985
Beginn des Einsatzes von Terre des hommes in Burundi.
2001
Aufbau eines nationalen Programms zur Wiedereingliederung von Waisen- und marginalisierten Kindern.
2005
Gründung eines Netzwerks von 14 lokalen Organisationen, welche die Rechte von Strassenkindern verteidigen.
2005
Beginn eines Projekts zugunsten von Kindern und Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
2013
Vorbereitung einer Schulung zur Prävention von Gewalt und Kriminalität in Zusammenarbeit mit der Universität Kapstadt.
2014
Einrichtung von Räumen für Kinder, die als Hausangestellte arbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsministerium.
2016
Umsetzung eines Programms zur Prävention vor Gewalt und Kriminalität.
2017
Zusammen mit der kriminalwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne, erarbeitet Tdh einen Lehrplan mit psychosozialen Aktivitäten, um Rückfälle von Kindern in Konflikt mit dem Gesetz zu verhindern.

Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2019
Magazin Tdh 40 - Der Kinderausbeutung ein Ende setzen
Thematische Politik 2014 – Restauratives Jugendstrafrecht

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