Burundi

Burundi erlebt sozialpolitische Krisen, die Einfluss auf die Wirtschaft haben. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Kinder sind am stärksten betroffen und Gewalt aller Art ausgesetzt. Wir arbeiten mit dem Justizministerium zusammen, um ein restauratives Justizsystem aufzubauen, das Kinder in Konflikt mit dem Gesetz wieder in die Gesellschaft eingliedert und ihre Rechte garantiert. Wir unterstützen Gemeinschaftsakteure zur Stärkung des Kinderschutzes, indem bestehende gute kulturelle Praktiken gefördert werden.

Was wir tun

Kinderschutz

Wir bauen ein Schutzsystem für Kinder durch gemeinschaftliche Kinderschutzkomitees, Zentren und ein nationales Kinderforum auf. Kinder, die Opfer von Gewalt oder in Konflikt mit dem Gesetz sind, werden so in ihrem sozialen Wiedereingliederungsprozess betreut und unterstützt oder an geeignete Strukturen verwiesen. Wir begleiten diese Strukturen und die Entwicklung von Arbeitsinstrumenten. Auf diese Weise wird ein gleichberechtigter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen für Kinder geschaffen.

Zugang zur Justiz

Wir begleiten Akteure der Strafjustizkette (Justizpolizisten, Sozialarbeiter, Mitarbeiter von Rehabilitationszentren, Justizexperten) indem wir sie in der restaurativen Jugendgerichtsbarkeit ausbilden. Kinder in Konflikt mit dem Gesetz profitieren von alternativen Massnahmen zur Freiheitsstrafe und können psychosozialen Aktivitäten folgen, um Rückfälle zu verhindern.

«Klerya ist neun Jahre alt. Als ich sie kennenlernte, sprach sie nicht und war ein ängstliches, trauriges und einsames Kind. Heute ist sie fröhlich, ergreift viele Initiativen und beginnt sogar zu sprechen!»

Mylène Ntamatungiroa, Sensibilisierungsbeauftragte in Burundi

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Die letzten Neuigkeiten

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Terre des hommes in Burundi

Begünstigte/Leistungsempfänger im Jahr 2017

77864

Internationale / Lokale Mitarbeiter

1 / 49

Budget 2018

CHF 1'930'623

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1985
Beginn des Einsatzes von Terre des hommes in Burundi.
2001
Aufbau eines nationalen Programms zur Wiedereingliederung von Waisen- und marginalisierten Kindern.
2005
Gründung eines Netzwerks von 14 lokalen Organisationen, welche die Rechte von Strassenkindern verteidigen.
2005
Beginn eines Projekts zugunsten von Kindern und Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
2013
Vorbereitung einer Schulung zur Prävention von Gewalt und Kriminalität in Zusammenarbeit mit der Universität Kapstadt.
2014
Einrichtung von Räumen für Kinder, die als Hausangestellte arbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsministerium.
2016
Umsetzung eines Programms zur Prävention vor Gewalt und Kriminalität.

Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2017
Magazin Tdh 40 - Der Kinderausbeutung ein Ende setzen
Thematische Politik 2014 – Restauratives Jugendstrafrecht

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